
Das Bundeskabinett hat das Medizinregistergesetz auf den Weg gebracht. Damit sollen die über 400 medizinischen Register in Deutschland erstmals einheitlich geregelt werden. Klingt erstmal trocken.
Medizinregister sammeln Daten zu Krankheiten und deren Behandlung. Die Diabetesregister sind da ein gutes Beispiel. Solche Sammlungen liefern Material, das für die Forschung und letztlich auch für bessere Therapien wichtig sein kann. Bisher lief das Ganze aber ohne einheitliche Standards ab, was die Nutzung der Daten nicht gerade einfacher gemacht hat. Und: Es gibt mal eben lecker mehr als 400 dieser Register in Deutschland.
Geplant ist nun jedenfalls ein zentrales Registerverzeichnis, dazu kommen Qualitätsstandards für die Register. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird ein Zentrum für Medizinregister eingerichtet, das sich um das Verzeichnis kümmert und ein Qualifizierungsverfahren anbietet. Register, die diese Qualifizierung durchlaufen haben, können dann miteinander verknüpft werden. Die Daten sollen anonymisiert oder pseudonymisiert an Forscher weitergegeben werden können.
Datenschutz und Patientenrechte sollen dabei ordentlich geregelt sein, heißt es. Das ist natürlich extrem wichtig, wenn es um sensible Gesundheitsdaten geht. Ob das Gesetz in der Praxis dann wirklich die erhoffte Verbesserung bringt, wird sich zeigen müssen. Gespannt darf man sein, wie der Datenaustausch der Register sicherheitstechnisch unter die Lupe genommen wird. Da wird sich sicherlich jemand finden lassen…
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1 month ago
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