Bundesnetzagentur knöpft sich gleich 77 Stromnetzbetreiber vor

3 weeks ago 19

Die Bundesnetzagentur hat Verfahren gegen sage und schreibe 77 Stromnetzbetreiber eingeleitet. Ursache: Die Betreiber sind gesetzlich dazu verpflichtet, die deutschen Haushalte schrittweise mit intelligenten, digitalen Stromzählern auszustatten. Viele haben aber die festgelegten Quoten verfehlt. Daher sollen sie Zwangsgelder zahlen.

20 % hätten die betroffenen Anbieter eigentlich als Quote beim Rollout von Smart-Metern erreichen müssen. Laut Bundesnetzagentur werde aber die Digitalisierung des Stromsystems behindert, wenn die gesetzlichen Ausbauziele nicht ernst genommen würden. Das unterstellt man den Unternehmen, die auch wiederholte Hinweise darauf ignoriert haben sollen. Zunächst wird es Anhörungen geben, bei denen die 77 Stromnetzbetreiber Stellungnahmen abgeben können. Diese sollen auch in die weiteren Entscheidungen einfließen.

Die tatsächlichen Zwangsgelder sollen sich dann unter anderem an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Anbieter bemessen. Weitere Aufsichtsverfahren werden nun laut der Bundesnetzagentur sukzessive eingeleitet. Betroffen hiervon sind vor allem kleinere und mittelgroße Unternehmen.

In anderen Ländern liegt die Quote der Haushalte mit Smart-Meter im Übrigen teilweise schon bei 80 % und mehr. In Deutschland waren es jedoch Ende 2025 gerade einmal 5,5 %. Da besteht also arger Nachholbedarf.

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