OpenAIs geplanter eigener KI-Chip steckt in Finanzierungsschwierigkeiten. Die erste Phase des Projekts mit Chipdesigner Broadcom kostet rund 18 Milliarden Dollar, berichtet The Information. Broadcom will die Produktion aber nur finanzieren, wenn Microsoft sich verpflichtet, etwa 40 Prozent der Chips zu kaufen – als Absicherung, da Microsoft als eines der weltweit kreditwürdigsten Unternehmen gilt. Microsoft hat bisher keine Kaufzusage gegeben.
OpenAI-Manager Sachin Katti nannte die Abhängigkeit von Microsofts Kaufzusage in einer internen Nachricht "finanziell unattraktiv" und langfristig hinderlich. Das Unternehmen mache dennoch weiter wegen des strategischen Werts. Eine solche Vereinbarung könne aber nur für den ersten Chip gelten.
Das Gesamtprojekt mit dem Codenamen "Nexus" soll 10 Gigawatt Rechenzentrums-Kapazität erreichen und könnte allein bei der Chipproduktion bis zu 180 Milliarden Dollar kosten. Der erste Chip mit dem Codenamen "Jalapeno" soll OpenAIs Modelle effizienter betreiben als Nvidias Chips, wird aber voraussichtlich erst 2027 fertig.
Auch anderswo zeigt sich Unsicherheit bei der Finanzlage: SoftBank musste einen geplanten Kredit, der durch OpenAI-Anteile abgesichert werden sollte, von 10 auf 6 Milliarden Dollar kürzen, weil Kreditgeber den Wert eines nicht börsennotierten Unternehmens wie OpenAI nicht verlässlich einschätzen können.
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