
Wer im Eigenheim wohnt, hat es beim Laden des E-Autos meist leicht, im Mehrparteienhaus sieht die Welt oft anders aus, da fehlen schlicht die Anschlüsse. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will da ran und wirft 500 Millionen Euro in den Ring, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur gezielt in diesem Bereich zu unterstützen.
Das zielt auf die Bestandsgebäude ab, wo rund 9 Millionen Stellplätze noch auf Strom warten. Konkret gefördert werden Anschaffung und Errichtung der privaten Ladeinfrastruktur, also Wallboxen inklusive technischer Ausrüstung, Netzanschluss und baulicher Maßnahmen. Wer Interesse hat, markiert sich den 15. April 2026 im Kalender, ab diesem Datum sind Anträge möglich.
Das Ministerium unterteilt das Programm in drei Aufrufe, die parallel laufen. Angesprochen sind Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie Privateigentümer, die vermieten. Auch große Wohnungsbaugesellschaften sind im Boot. Während bei den kleineren Gruppen der Antrag direkt nach Eingang bearbeitet wird und eine Bewilligung als Festbetrag erfolgt, müssen sich die großen Player mit viel Wohnungsbestand einem Wettbewerb stellen. Fristen gibt es auch, denn die Antragstellung für WEG und Private ist bis zum 10. November 2026 möglich, die Großen haben bis zum 15. Oktober 2026 Zeit.
Der Förderbetrag je zu elektrifizierendem Stellplatz beträgt:
- maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox,
- maximal 1.500 Euro mit Wallbox oder
- maximal 2.000 Euro mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt.
Geld gibt es allerdings nicht einfach so, man möchte Masse sehen. Bedingung für die Kohle ist die Vorverkabelung von mindestens 20 Prozent der vorhandenen Stellplätze, zudem müssen sechs Plätze an oder im Haus direkt elektrifiziert werden. Maximal 22 kW Ladeleistung sind dabei erlaubt. Finanziell sieht das so aus, dass pro Stellplatz maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox fließen. Hängt die Wallbox schon dran, sind es maximal 1.500 Euro. Wer bidirektionales Laden ermöglicht, kriegt bis zu 2.000 Euro erstattet. Die Abwicklung läuft digital über PricewaterhouseCoopers, die dafür ein entsprechendes Portal bereitstellen. Einlesen könnt ihr euch hier.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

3 weeks ago
17


