Blick ins Heft c’t 12/2026: E-Bikes 2026 – Motoren, Technik, Apps

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Hallo aus Hannover,

das Fahrrad ist ein einfaches Gerät: zwei Räder, ein Rahmen, zwei Pedale. Doch sobald sich ein Motor dazugesellt, wird daraus ein juristisch kniffliges Streitobjekt mit allem, was üblicherweise dazugehört: Lobbyverbände, EU-Regulierung, Definitionslücken (Was genau ist eigentlich ein Fahrrad?) und natürlich die unvermeidlichen Apps. In der aktuellen c’t-Ausgabe sezieren wir die neueste E-Bike-Technik – politisch, praktisch und finanziell.

Außerdem naht die Fußball-WM und wegen der Zeitverschiebung herrschen geradezu perfekte Bedingungen für den Aufbau einer kleinen privaten Fanmeile. Welche Beamer, Fernseher und Leinwände dem Outdoor-Einsatz standhalten und was es zu beachten gilt, hat meine Kollegin Ulrike Kuhlmann recherchiert und getestet.

Knapp sechs Milliarden Euro Umsatz, über 80 Prozent davon mit E-Bikes: Die Fahrradbranche lebt vom elektrischen Antrieb. Doch in der Industrie tobt ein Streit darüber, wo das Fahrrad aufhört und das Kraftfahrzeug anfängt. Während die dafür geschaffene Pedelec-Definition Nenndauerleistung und Höchstgeschwindigkeit klar regelt (250 Watt, 25 km/h), schweigt sie zu Spitzenleistung und Gesamtgewicht. Hersteller wie DJI nutzen das aus und bieten Motoren mit 1500 Watt und 800 Prozent Unterstützungsfaktor an. Marktführer Bosch warnt vor möglicher Regulierung aus Brüssel, der ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) will 750 Watt und Gewichtsgrenzen festschreiben, Logistikverbände laufen dagegen Sturm. Hoffnung macht, dass sich ZIV und Radlogistikverband in jüngster Zeit wieder annähern, sodass sich die Frage "Was ist ein Fahrrad?" möglicherweise doch noch klären lässt.

Stadtflitzer, Tourenrad oder robuster Lastesel? Wir haben drei E-Bikes mit Antrieben von Bosch, Shimano und Pinion getestet: das Canyon Citylite:ON für knapp 3000 Euro, das Cilo Tanay HX für 6500 Euro und das Riese&Müller Charger5 für 7600 Euro. Das Canyon punktet mit geringem Gewicht und leisem Motor, schwächelt aber bei der Reichweite. Das vollgefederte Cilo bügelt klaglos Waldwege weg und braucht zwingend zwei Apps. Das Charger5 trägt am meisten Zuladung, sein Pinion-Getriebe macht aber auch akustisch auf sich aufmerksam. Welches Rad zu welchem Fahrertyp passt und wo der Riemenantrieb glänzt, erfahren Sie in unserem ausführlichen Vergleich.

Ein neues E-Bike kostet im Schnitt über 2500 Euro – Tendenz steigend. Der Gebrauchtmarkt wächst dank Leasingrückläufern rasant. Über 80.000 Refurbished-Räder wechselten 2025 den Besitzer. Im c't-Interview verrät David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad, worauf es beim Gebrauchtkauf ankommt: Markenmotor wählen, Ladezyklen in der Fachwerkstatt auslesen, auf gepflegten Zustand achten – und dafür sorgen, dass der Akku einer neuen Generation gepairt wurde. Welche Refurbished-Plattformen seriös arbeiten und warum die Politik beim Thema Ersatzteile dringend nachbessern muss, erfahren Sie ebenfalls im Interview.

(Bild: Melissa Ramson / Martina Bruns / heise medien)

Der Ball rollt bald wieder – und wie so oft anlässlich der Fußball-WM stellt sich die Frage, ob die Terrasse zur Heim-Fanmeile taugt oder ob ein neuer Riesenfernseher ins Wohnzimmer muss. Die späten Anstoßzeiten erlauben auch weniger lichtstarken Beamern einen Auftritt. Wir haben Geräte vermessen, Latenzen gestoppt und auch geprüft, wie nass ein Fernseher werden darf.

Sechs mobile Beamer mit Full HD, Autofokus und Streaming-Apps an Bord traten zum Vergleich an, drei davon mit Akku. Die kompakten Lichtwerfer sind im Garten ruck zuck aufgebaut. Im c't-Labor zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede bei Helligkeit (175 bis 680 Lumen), Kontrast und Farbmischung. Epsons LCD-Modell liefert das hellste, ausgewogenste Bild, Xiaomis L1 Pro überzeugt als preiswerter LCD-Allrounder ohne Regenbogeneffekt. Wer mit DLP-typischen Farbblitzern leben kann, bekommt mit BenQs GV50P und Xgimis MoGo 4 Laser zwei akkubestückte Mobilisten mit kräftigen Laserfarben. Wanbos T2 Ultra ist zwar der Preis-Tipp, leistet sich aber Schwächen bei Bewegungen und Hauttönen. In jedem Fall dürfte für jeden Geschmack, Geldbeutel und Einsatzzweck etwas dabei sein.

Public Viewing daheim ist allerdings mehr, als Beamer aufstellen und einschalten. Wir haben nachgemessen, wie weit die Empfangswege auseinanderliegen: Satellit ist Referenz, Kabel quasi gleichauf, die Mediatheken von ARD und ZDF streamen am schnellsten, während manche Apps das Spielgeschehen um bis zu 41 Sekunden verzögern – ausreichend Zeit, damit die halbe Nachbarschaft das Tor vor einem selbst bejubelt. Dazu geben wir praktische Tipps: Wohin mit der Leinwand? Ab wann ist die Dämmerung dunkel genug? Und wie gestaltet sich eigentlich die Rechtslage beim nächtlichen Fußballgucken im Freien? Wer mit einem großen TV liebäugelt: 85-Zöller gibt es derzeit ab 800 Euro, wetterfeste Outdoor-Geräte mit IP55 oder IP56 ab etwa 2300 Euro. Was es bei Kabeln, Bluetooth-Boxen und Wetterhauben zu beachten gibt, haben wir ebenfalls untersucht.

(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)

Apples MacBook Neo krempelt die Mittelklasse um. Wo können sich Windows-Notebooks für 700 Euro noch absetzen, wo müssen sie sich hinten anstellen?

Will man während des Urlaubs im Ausland Auto fahren, braucht man zusätzlich zum deutschen Führerschein mitunter einen internationalen. Wer diesen bei zwielichtigen Anbietern im Internet bestellt, gibt seine Daten zum Identitätsklau preis.

Mit außergewöhnlichen Kameras und sehr speziellem Zubehör soll das Vivo X300 Ultra vor allem Fotoliebhaber anlocken – allerdings zu einem happigen Preis.

Beim Monitorkauf zählt mehr als die Pixelzahl. Wir klären, was für Office, Gaming und Kreativarbeit wichtig ist und wo Sie Geld sparen können.

Roaming außerhalb der EU kann mit dem heimischen Mobilfunktarif ein teurer Spaß werden. Mit eSIMs kann man günstige Angebote per Internet buchen, aber es gibt auch Lösungen für physische SIM-Karten.

Sie sind möglich: Videokonferenzen für Privatleute, Unternehmen oder Behörden, ganz ohne US-Dienste wie Microsoft. Verschiedene europäische Anbieter entwickeln passende Software, wir stellen einige Dienste vor.

Damit ein Screenreader ein PDF sinnvoll wiedergeben kann, braucht das Dokument eine akkurate Tag-Struktur. KI-Modelle helfen, diese automatisiert zu erstellen. Wir werfen einen Blick auf den Stand der Technik und stellen vielversprechende Entwicklungen vor.

Der Hersteller Lexar zeigte uns, wie er NAND-Flash-Speicherchips aus einer Siliziumscheibe schneidet, sie testet und daraus SSDs und Speicherkarten baut.

Confidential Computing schützt Daten in der Cloud, sogar vor dem Cloudbetreiber. Wir erklären, wie die Technik funktioniert und wo ihre Grenzen liegen.

Unser c’t-Bauvorschlag ist mit Thunderbolt 4 ausgestattet und steuert vier 4K-Displays an. Wegen der RAM-Krise bieten wir zwei Speicherkonfigurationen an.

Geht das Smartphone verloren, ist der Ärger groß: Das teure Gerät muss ersetzt werden und es besteht die Gefahr, dass sensible Daten in falsche Hände geraten. Doch mit einer Such-App kann man es datenschutzfreundlich wiederfinden und sonst notfalls aus der Ferne löschen – ganz ohne Google-Konto.

(Bild: Ulrike Weis / KI / heise medien)

Mythen wären keine Mythen, wenn sich alle darüber einig wären. So stieß unsere kleine Sammlung aus der IT-Legendenkiste in Ausgabe 10 nicht nur auf Zustimmung und bescherte uns einige kontroverse Zuschriften, insbesondere zum Thema KI.

Dass Gerüchte auch durchaus ihre guten Seiten haben können, schrieb uns Roger Bilau auf unsere Frage nach dem persönlichen Lieblings-Mythos: "Schon vor 20 Jahren hörte ich die ersten Gerüchte: Der Mainframe stirbt. Doch was stirbt, sind die ITler, die den Mainframe bedienen können. Dank der Gerüchte entscheiden sich immer weniger IT-Studenten, sich mit dieser veralteten Technik zu beschäftigen. Was mir als Systemprogrammierer, Datenbank- und z/OS-Spezialist den Lebensabend vergoldet: Ich bin seit Ende letzten Jahres offiziell in Rente und werde noch mindestens bis 2028 Vollzeit bei einer Kölner Versicherung arbeiten – Nachwuchs ist halt schwer zu finden. Im Übrigen würde mich interessieren, ob irgendeine KI auch schon Lücken im z/OS gefunden hat."

Einen interessanten Telefonnummern-Mythos schickte uns Tom Gries: "Viele glauben, 0049 sei das Gleiche wie +49. Das funktioniert aber nur in einigen Ländern, nicht aber weltweit. Wenn man zum Beispiel aus Thailand nach Deutschland telefonieren will, muss man 00149 voranstellen. Eine im Handy gespeicherte Telefonnummer mit 0049 funktioniert dann nicht. Die Kennziffer für Auslandsgespräche legt jedes Land selber fest. Das + ist der Helfer. Die Vermittlungsstellen ersetzen das + mit der jeweils länderspezifischen Kennung für Auslandsgespräche."

(atr)

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