Austauschbare Akkus: Bringt die EU Hersteller zum Umdenken?

3 weeks ago 10

In der EU will man für mehr Nachhaltigkeit bei technischen Produkten sorgen. Mehr Gadgets sollen daher austauschbare Akkus mitbringen. Nintendo wird deswegen wohl eine spezielle Abwandlung der Switch 2 auf den europäischen Markt bringen. Ab Februar 2027 sollen die neuen Vorgaben greifen und allerlei Geräte betreffen – Spielzeuge, Spielekonsolen, Wearables und mehr.

Meta hat deswegen beispielsweise schon seine Ray-Ban-Display-Smart-Glasses in der EU verschoben, da man keinen Ärger riskieren möchte. Ältere Semester erinnern sich sicherlich: „Damals“ war es ganz normal, dass man z. B. den Akku seines Smartphones auswechseln konnte. Da denke ich z. B. an mein gutes, altes Samsung Galaxy S3 zurück. Doch über die Jahre strebten die Hersteller stattdessen nach immer schlankeren Designs, was zu fest verbauten Akkus ohne Austauschmöglichkeiten führte.

Die neuen Regularien in der EU werden allerdings in vielen Produktsegmenten zu Herausforderungen führen. Beispielsweise dürfte es wenig gangbar sein, TWS-Earbuds (True Wireless Stereo) zu gestalten, bei denen die Mini-Akkus austauschbar wären. Das ist ein Stück weit auch der EU-Kommission bewusst, die vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes noch die Liste der ausgenommenen Produkte erweitern will. Offen ist jedoch, ob die Mühlen der Bürokratie schnell genug mahlen oder es zu rechtlichen Unsicherheiten im nächsten Jahr kommen könnte.

Tech-Lobbyisten bemängeln laut Bloomberg, dass die geplanten Regeln realitätsfern seien. Die EU könne Akkus in modernen Wearables nicht genauso behandeln wie quasi in alten Bohrmaschinen. Als das kommende Gesetz aus der Taufe gehoben wurde, war die Technik-Landschaft noch eine andere und die rasante Entwicklung moderner Wearables sei noch nicht absehbar gewesen. Jetzt müsse man nachbessern, sonst werde es 2027 absurd.

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