Apple und die Zukunft: Visual Intelligence im Fokus der nächsten Wearables

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Wer Tim Cook und seine Aussagen über die Jahre verfolgt hat, erkennt gewisse Muster. Der Apple-CEO neigt dazu, technologische Schwerpunkte lange vor der eigentlichen Produktvorstellung anzudeuten. Das war bei den Gesundheitssensoren vor dem Start der Apple Watch so und verhielt sich bei Augmented Reality vor dem Launch der Vision Pro ähnlich. Glaubt man aktuellen Berichten von Mark Gurman, deutet Cook derzeit massiv auf eine neue Kategorie hin: KI-Hardware, die auf Visual Intelligence setzt.

Die Funktion ist Nutzern des iPhone 16 Pro bereits ein Begriff. Man richtet die Kamera auf ein Objekt und erhält Informationen, aktuell noch oft unter Zuhilfenahme von Partnern wie OpenAI oder Google. Apple arbeitet allerdings an eigenen visuellen Modellen, die künftig das Herzstück neuer Geräte bilden sollen. Die Rede ist hierbei nicht nur von Smartphones, sondern von dezidierten Wearables. Dazu zählen wohl fortschrittliche AirPods mit Kamerasystemen, smarte Brillen und sogar Pendants, die man an der Kleidung oder um den Hals trägt. Ein Projekt, das Smartwatches mit Kameras ausstatten sollte, wurde hingegen offenbar wieder zu den Akten gelegt.

Der praktische Nutzen dieser visuellen Intelligenz liegt in der Interaktion mit der Umwelt. Das System erkennt, was der Nutzer sieht, und liefert Kontext. Das kann die Analyse von Zutaten auf einem Teller sein oder eine deutlich verbesserte Navigation, die den Anwender an konkreten Landmarken vorbei leitet, statt nur bloße Entfernungsangaben zu machen. Auch kontextbezogene Erinnerungen, die beim Erblicken bestimmter Objekte ausgelöst werden, sind denkbar.

Dass Cook Visual Intelligence zuletzt sowohl bei der Vorstellung der Quartalszahlen als auch in internen Mitarbeiterversammlungen explizit hervorhob, ist kein Zufall. Obwohl Apple im Bereich der visuellen KI bisher eher als Wrapper für Dienste anderer Anbieter fungierte, sieht der Konzern hier offenbar seine nächste große Chance, die installierte Basis von 2,5 Milliarden Geräten zu nutzen. Bis die neue Hardware tatsächlich im Regal liegt, werden sicher noch einige Monate vergehen, die strategische Ausrichtung scheint aber festzustehen.

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