Apple TV will mehr Filme und Serien selbst produzieren – angefangen mit „Severance“

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Klingt komisch, ist aber so: Apple will mehr Filme und Serien selbst produzieren. Manch einer denkt da sicherlich: „Huh, die produzieren doch schon allerhand selbst?“ Jein, denn was Apple als Eigenproduktionen bzw. Apple Originals präsentiert, wird im Hintergrund oft von externen Studios als Auftrag gestemmt. Das ist auch nichts Ungewöhnliches, denn Netflix und Co. arbeiten genau so. Bei Apple will man aber aus verschiedenen Gründen mehr Projekte in-house stemmen – angefangen mit „Severance“.

Die ersten beiden Staffeln von „Severance“ sind von einem externen Studio namens Fifth Season produziert worden, kommende Staffeln stemmen die Apple Studios aber intern. Diesen Wechsel hat der Hersteller aus Cupertino sich offenbar 70 Mio. US-Dollar kosten lassen, wie Deadline berichtet. Damit hat Apple sich gleichzeitig alle Rechte an der Marke gesichert. Ähnlich verfuhr Apple auch schon mit „Silo“. Nach Staffel 1 hat man da den AMC Studios die Rechte abgekauft. Im Falle von „Severance“ will Apple dabei wohl auch langfristig neue Serien ergänzen – etwa Prequels und Spin-offs.

So will man die Marke zu einem ganzen Kosmos ausbauen. Denn „Severance“ ist aktuell auf maximal vier Staffeln angelegt. Hält man selbst die Rechte in der Hand und jongliert das ganze Drumherum, inklusive der Finanzen, dann wird das eben für alle Beteiligten einfacher. Dennoch lässt Apple im Übrigen auch einige Formate weiter extern erstellen – dazu zählen etwa „Ted Lasso“, „The Studio“ oder auch „Pluribus“. Es kommt also ganz auf die Serie an. Derzeit stammen etwa die Hälfte der Produktionen von Apple TV jeweils von internen Studios, während die andere Hälfte extern gestemmt wird.

Neben den bereits erwähnten Fifth Season zählen etwa Warner Bros Television und Sony Pictures Television zu den wichtigsten Partnern von Apple TV. Was „Severance“ nun betrifft: Apple hofft, mit den Dreharbeiten für Staffel 3 in diesem Sommer zu beginnen, und plant fest mit einer vierten Runde. Spannende Sachen: Aufgrund der hohen Produktionskosten hat Fifth Season offenbar mit den ersten beiden Staffeln von „Severance“ rote Zahlen geschrieben. Durch den Abtritt der Rechte an Apple und Lizenzgebühren, die man weiter für die ersten beiden Runden erhält, soll aber am Ende des Tages ein Plus herauskommen.

Im Übrigen will Apple zwar mehr Titel in-house produzieren, wird aber weiterhin auch auf externe Partner angewiesen bleiben. Aber man will wohl in Zukunft etwas wählerischer werden, was Projekte von externen Produktionsstudios betrifft. Dabei nutzt man für Partner auch ein Bezahlungsmodell, das den Erfolg bei den Zuschauern in die Vergütung einbezieht. Besonders erfolgreiche Projekte werden also auch besser vergütet.

Generell ist es für Streaming-Anbieter aber langfristig günstiger, Filme und Serien in-house zu produzieren, weil sie dann nicht an einen externen Partner auf Dauer Lizenzgebühren zahlen müssen und alle Bereiche selbst unter Kontrolle haben. Das ist eben auch das Ziel von Apple.

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