Apple plant KI für Safari-Suche

8 months ago 8

Im Rahmen des US-Kartellverfahrens gegen Google deutete Apples Servicechef Eddy Cue an, dass Apple aktiv an einer Neuausrichtung des Safari-Browsers arbeitet, die verstärkt auf KI-basierte Suchmaschinen setzen soll. Der lukrative Deal zwischen Apple und Google, der Google zur Standard-Suchmaschine in Safari macht und Apple laut Bloomberg jährlich geschätzte 20 Milliarden Dollar (etwa 18,5 Milliarden Euro) einbringt, steht auf dem Prüfstand. Besonders interessant ist Cues Beobachtung, dass die Safari-Suchanfragen im vergangenen Monat erstmals zurückgingen – ein Trend, den er direkt der zunehmenden KI-Nutzung zuschreibt.

Apple scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Cue bestätigte Gespräche mit verschiedenen KI-Suchanbietern wie Perplexity AI, während bereits eine Partnerschaft mit OpenAI für ChatGPT in Siri besteht. Auch Googles Gemini könnte noch in diesem Jahr folgen. Weitere potenzielle Partner sind Anthropic, DeepSeek und Grok.

Interessant war auch Cues Aussage über die Zukunft: Er spekulierte, dass in zehn Jahren möglicherweise nicht einmal mehr ein iPhone notwendig sein könnte – eine für einen Apple-Manager erstaunlich offene Perspektive. Trotz aller Zukunftsvisionen bleibt Cue aber Realist. Er betonte, dass die KI-Anbieter ihre Suchindizes noch deutlich verbessern müssten. Dennoch sieht er genügend finanzstarke Player am Markt, die den Wandel von klassischer Suche zu KI-gestützten Lösungen vorantreiben können. Aktuell bleibe Google jedoch die beste Option als Standard-Suchmaschine – nicht zuletzt sicher auch wegen der lukrativen finanziellen Vereinbarung.

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