Alljährlich stellt Apple im September seine neue iPhone-Generation vor. In diesem Jahr soll der neue Star das iPhone Air werden, das nur 5,6 Millimeter dünn ist. Üblich sind rund 8 Millimeter. Das Air mit spiegelndem Finish ist sogar schlanker als das Galaxy S25 Edge von Samsung mit seinen 5,84 Millimeter. Schlank soll sexy sein, aber das reduzierte Volumen geht vermutlich mit einem weniger leistungsfähigen Akku einher, Apple widerspricht dem ausdrücklich, man käme gut über den Tag.
Ferner muss sich die Kameraabteilung mit einer 48-Megapixel-Optik bescheiden. Das Air kommt mit einem 6,5-Zoll-Display, das eine maximale Helligkeit von 3000 Nits hat, und ist so dünn, dass Apple auf den Einbau eines Sim-Kartenschachtes verzichtet hat. Man benötigt also zwingend eine E-Sim, was kein Nachteil ist. Wir hatten unlängst ausführlich über die Technik berichtet.
Es ist nur 5,6 Millimeter dünn.AppleDas Air wiegt nur 165 Gramm, hat in der kleinsten Version 256 Gigabyte Speicher, die Preise beginnen bei 1200 Euro.
iPhone Air ein Wegbereiter?
Den Begriff Air verwendet Apple seit 2008, als Steve Jobs das Macbook Air bei seiner Vorstellung aus einer Versandtasche herauszog. Es war damals das dünnste Notebook der Welt, aber kein wirtschaftlicher Erfolg.
Das Air kommt mit einem 6,5-Zoll-Display.AppleSteve Jobs sagte später: „Beim ersten Gerät ging es nicht darum, wie viele Leute es kaufen, es ging darum, die Grundlage zu schaffen.“ So gesehen könnte das iPhone Air ein Wegbereiter werden, den aber nur wenige Menschen wählen, weil iPhones mit besserer Kamera und längerer Akkulaufzeit vernünftiger sind.
Was die Kamera jetzt besser macht
Das Einstiegsgerät ist das iPhone 17 ohne weiteren Namenszusatz, es hat den neuen A19-Prozessor, die Bildschirmdiagonale wächst gegenüber dem Vorjahresmodell von 6,1 auf 6,3 Zoll. Es bleibt bei zwei optischen Einheiten mit 12 und 48 Megapixel auf der Rückseite. Neu ist das Always-on-Display und die Steigerung der Helligkeit auf 3000 Nits.
Das iPhone 17 mit zwei LinsenAppleFür den anspruchsvollen Nutzer ist die Pro-Reihe am interessantesten. Sie ist wie gehabt mit einer Anzeige von wahlweise 6,3 (iPhone 17 Pro) und 6,9 Zoll (iPhone 17 Pro Max) erhältlich. Das Gehäuse besteht nicht mehr aus Titan, sondern aus Aluminium, das leichter ist und Wärme besser ableitet. Ein erstmals von Apple verwendetes Dampfkammer-Kühlsystem sorgt dafür, dass die thermische Drosselung der Leistung deutlich später einsetzt.
Das iPhone 17 Pro mit der neuen Triple-KameraAppleDas Kühlsystem basiert auf einer Flüssigkeit, die bei Wärmeentwicklung verdampft. Der Dampf bewegt sich dann zu einem kühleren Bereich der Kammer, er kondensiert und gibt dadurch die Wärme ab. Die Technik wird schon länger von Google und Samsung verwendet. Der neue Chip A19 Pro verspricht mehr Tempo und eine längere Akkulaufzeit.
Erstmals gibt es einen achtfachen optischen Zoom
Auf der Rückseite der Pros ist die neue Kameraeinheit unübersehbar. Sie gleicht nun jener der Pixel-Telefone von Google und erstreckt sich über die gesamte Breite. Das Teleobjektiv wird grundlegend verbessert und löst nun mit 48 statt 12 Megapixel auf. Erstmals gibt es einen achtfachen optischen Zoom, allerdings nur mit 12 Megapixel. Die Konkurrenz ist in dieser Hinsicht schon deutlich weiter, Apple holt zögerlich auf. Hauptkamera und Ultraweitwinkel bleiben bei 48 Megapixel. Die Selfiekamera löst nun bei allen Neuerscheinungen mit 18 statt 12 Megapixel auf, was nicht nur die jüngere Generation erfreuen dürfte.
Unübersehbare Kameraeinheit auf dem Rücken des ProAppleDas iPhone 17 Pro hat jetzt auch in der kleinsten Version 256 Gigabyte Speicher, die Preise beginnen bei 1300 Euro. Das 17 Pro Max mit 256 Gigabyte kostet 1450 Euro, die teuerste Variante hat erstmals zwei Terabyte und kostet 2450 Euro. Die neuen iPhones sind am 19. September im Handel.
Es heißt Liquid Glass
Mit den neuen Geräten kommt das Betriebssystem iOS 26, Apple ersetzt die Versionsnummer durch eine Jahreszahl. Es heißt Liquid Glass, kommt auf iPhone, iPad, Mac sowie die Apple Watch und wird als größte Designänderung seit iOS 7 angekündigt. Die Bedienelemente und Menüs sehen aus, als bestünden sie aus Glas. Sie sind durchsichtig und haben realistisch wirkende Lichtreflexe und Schatten. Auch die mit der Bedienung einhergehenden Mini-Animationen lassen die virtuellen Schalter glasähnlich wirken. Die Helligkeit des Glases ändert sich zudem kontextbezogen. Mit den 26er-Versionen gehen natürlich auch Dutzende von Funktionserweiterungen einher.
Drei neue Watches: 11, Ultra und SE 3AppleDie wuchtige Apple Watch Ultra kommt in einer Version 3 auf den Markt, die ein helleres und größeres Display bietet. Optisch ist sie kaum von ihren Vorgängern zu unterscheiden. Das gilt auch für die Apple Watch Series 11, die es wie immer in zwei Größen und härterem Glas gibt. Beide Uhren unterstützten in der Mobilfunkabteilung 5G. Erstmals erkennen sie Bluthochdruck, zeigen aber keine konkreten Werte an. Man bekommt nur einen Hinweis auf „möglichen Bluthochdruck“.
Funktionalität für Abenteurer
Die Ultra 3 bringt zudem einen großen Pluspunkt mit: Sie kann sich nun, wie die neueren iPhones, mit Satelliten verbinden, um einen Notruf abzusetzen. Nach Garmin und Google ist Apple nunmehr der dritte Hersteller, der eine solche Funktionalität für Abenteurer anbietet, die kein satellitenfähiges Smartphone dabei haben. Die Apple Watch Ultra 3 kostet 900 Euro, die Apple Watch Series 11 beginnt mit 450 Euro. Beide kommen am 19. September in die Geschäfte.
Die Ultra 3AppleDie Einsteigeruhr Apple Watch SE mit reduzierter Funktionalität und kleinem Preis kostet von 270 Euro an und erhält ebenfalls ein besseres Display mit Always-on-Funktion, Schnellladen und einen besseren Prozessor.
Ohrhörer mit Herz
Die Ohrhörer Airpods Pro wurden als zweite Version 2022 vorgestellt und 2023 von Lightning auf USB C umgestellt. Nun gibt es eine dritte Generation. Die Ohrenstöpsel mit neuer Akustikarchitektur und verbesserter Geräuschunterdrückung können jetzt auch die Herzfrequenz während sportlicher Aktivitäten messen. Eine ähnliche Funktionalität hatte Apple bereits seinen Powerbeats Pro 2 im Frühjahr mitgegeben. Die Herzfrequenzmessung im Ohr gibt es auch bei anderen Herstellern wie etwa bei Sennheiser. Gegenüber dem Vorgänger wurde das Ladecase kleiner gemacht, die Akkulaufzeit erhöht, und sie taugen auch zur Live-Übersetzung von Fremdsprachen. Die neuen Airpods Pro 3 kosten 250 Euro.
Die neuen Airpods ProAppleDie Künstliche Intelligenz (KI), Apple Intelligence genannt, durchzog nur am Rande die diesjährige Show. Der Hersteller hat Nachholbedarf, wenn man einen Seitenblick auf Google und Samsung wirft. Mit den 26er-Versionen kommen unter anderem eine Live-Übersetzung für Texte in Nachrichten und gesprochene Übersetzungen in Telefonaten, eine visuelle Intelligenz für die Erkennung von Inhalten in Screenshots und anderes. Für die neuen iPhones gibt es zudem eine KI, welche die Akkulaufzeit verlängern soll.
Die neuen iPhone-Modelle auf einen Blick: 17 Pro, Air und 17Apple


