Anthropic hat kurz vor seinem geplanten Börsengang neue Geschäftszahlen vorgelegt und rutscht operativ wieder ins Minus. Laut Bloomberg lag der Quartalsumsatz bei knapp 17 Milliarden Dollar, zwölfmal so viel wie ein Jahr zuvor. Die Betriebskosten von 17,5 Milliarden Dollar lagen jedoch über dem Umsatz, im Vorquartal hatte Anthropic laut The Information noch Gewinn gemacht. Unter dem Strich steht ein Quartalsverlust von 23,3 Milliarden Dollar, nach 12,1 Milliarden ein Jahr zuvor.
Als Gründe für den Anstieg nennt Anthropic fünf Milliarden Dollar für kurzfristig gesicherte Rechenkapazität und zwei Milliarden, mit denen es Spenden seiner Beschäftigten verdoppelte. Der Engpass bei Rechenleistung beschäftigt Anthropic seit Ende vergangenen Jahres. Laut New York Times schloss das Unternehmen seither Dutzende Verträge mit Amazon, Google, SpaceX, Chipherstellern und früheren Krypto-Minern. Dieses Jahr soll Anthropic über mehr als 3,5 Gigawatt verfügen, nächstes Jahr will es die Menge verdoppeln.
Insgesamt hat es sich laut aktualisiertem Prospekt zu 895 Milliarden Dollar für Rechenleistung und Rechenzentrumsmieten verpflichtet. Diese Kosten erhöhen laut New York Times den Druck auf den Börsengang, der rund 100 Milliarden Dollar bringen könnte. Bis zu 3,5 Milliarden Dollar davon sollen von japanischen Anlegern kommen.
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