Anthropic kämpft gegen systematischen Diebstahl von Claudes internen Denkprozessen

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Anthropic kämpft gegen groß angelegte Distillation-Angriffe auf seine Claude-Modelle. Dabei kopieren Unternehmen systematisch Fähigkeiten eines KI-Modells, um eigene, kleinere Modelle zu trainieren. Die Menge der extrahierten Reasoning-Tokens, also der internen Begründungsschritte des Modells, hat Anthropic nach eigenen Angaben mit neuen Abwehrmaßnahmen um 90 bis 99 Prozent gesenkt. Angreifer nutzen dafür Netzwerke mit Hunderttausenden gefälschter Konten.

Nach Anthropic-Angaben sanken erfolgreiche Extraktionsversuche deutlich. | Bild: Anthropic

Laut Anthropic sind die chinesischen Unternehmen Zhipu und Moonshot beteiligt. Zhipu habe Cyber-Fähigkeiten führender US-Modelle für sein Modell GLM-5.3 abgeschöpft, Moonshot habe Anfragen heimlich an Claude weitergeleitet. Die kopierten Fähigkeiten könnten in ausländische Militär- und Überwachungssysteme einfließen.

Die Abwehr setzt auf drei Säulen: eingeschränkten Zugriff auf Claudes interne Begründungsschritte, ein Klassifikator-System zur Erkennung von Extraktionsversuchen und automatische Kontosperren. Zehntausende Accounts seien bereits gebannt worden. Anthropic räumt ein, dass auch legitime Nutzer betroffen sind, und fordert andere KI-Entwickler auf, ebenfalls gegen Distillation vorzugehen.

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