Anthropic wird führende Finanzministerien und Zentralbanken über Schwachstellen in der Cyberabwehr des globalen Finanzsystems informieren, die das neue KI-Modell Claude Mythos Preview aufgedeckt hat. Laut Financial Times geht die Initiative auf eine Anfrage von Andrew Bailey, Chef der Bank of England und Vorsitzender des Financial Stability Board (FSB), zurück. Das FSB vereint Finanzaufseher der G20-Staaten.
Anthropic hatte im Vormonat erklärt, Mythos habe "tausende schwere Sicherheitslücken in allen großen Betriebssystemen und Browsern" gefunden. Bisher haben nur rund 40 Organisationen Zugang zu Mythos, darunter Amazon, Microsoft und JPMorgan Chase. Das Weiße Haus hatte Anthropic zuletzt gebeten, das Modell vorerst nicht breiter zu verteilen.
Der IWF warnte kürzlich, neue KI-Modelle könnten Cyberrisiken zu einem "makrofinanziellen Schock" machen. Das FSB plant einen Bericht zu KI-Einsatz im Finanzsystem, der nächsten Monat erscheinen soll.
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