Anthropic erweitert Claude Managed Agents um selbst gehostete Sandboxes und MCP Tunnels. Unternehmen können damit die Tool-Ausführung ihrer KI-Agenten in die eigene Infrastruktur verlagern. Die volle Kontrolle über den Agenten gibt Anthropic allerdings nicht ab.
Anthropic hat zwei neue Funktionen für Claude Managed Agents vorgestellt: Self-hosted Sandboxes und MCP Tunnels. Beide zielen darauf ab, Unternehmen mehr Kontrolle darüber zu geben, wo ihre KI-Agenten Werkzeuge ausführen und auf welche internen Dienste sie zugreifen.
Bei Self-hosted Sandboxes verlagert Anthropic die Tool-Ausführung in die Infrastruktur des Kunden. Dateien und Repositories verlassen die Unternehmensumgebung laut Anthropic nicht. Netzwerkrichtlinien, Audit-Logging und vorhandene Sicherheitstools bleiben bestehen. Unternehmen bestimmen selbst über CPU, Speicher und Runtime-Image. Wer keine eigene Infrastruktur bereitstellen will, kann auf verwaltete Anbieter wie Cloudflare, Daytona, Modal oder Vercel zurückgreifen.
Die zweite Neuerung, MCP Tunnels, verbindet Agenten mit MCP-Servern (Model Context Protocol) im privaten Netzwerk, ohne dass diese öffentlich erreichbar sein müssen. Ein leichtgewichtiges Gateway stellt eine einzige ausgehende Verbindung her, Ende-zu-Ende-verschlüsselt, ohne eingehende Firewall-Regeln oder öffentliche Endpunkte. Damit sollen interne Datenbanken, private APIs oder Ticketing-Systeme als Werkzeuge für die Agenten nutzbar werden.
Was Anthropic nicht aus der Hand gibt
Die Agenten-Orchestrierung, also Kontextmanagement, Fehlerbehandlung und der eigentliche Agent-Loop, verbleibt auf Anthropics Infrastruktur. Ein vollständiger On-Premise-Betrieb der Agenten ist damit nicht möglich. Unternehmen, die auch die Modellausführung selbst kontrollieren wollen, finden hier keine Lösung.
Zudem befinden sich beide Funktionen noch in frühen Phasen: Self-hosted Sandboxes ist als öffentliche Beta verfügbar, MCP Tunnels lediglich als Research Preview, für die Unternehmen Zugang beantragen müssen.
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