Anker Prime Docking Station: Symbiose aus Ladestation und Dock im Kurztest

1 month ago 3

Für Desktop-Nutzer hat Anker eine 14-in-1-Dockingstation vorgestellt. Sie unterstützt drei externe Displays mit bis zu 8K Auflösung und liefert über den USB-C-Port 140 Watt Ladeleistung. Neben drei weiteren USB-C- und drei USB-A-Ports bietet das Dock auch HDMI, DisplayPort, Ethernet, Audio und Kartenleser. Ein Display informiert über Betriebszustände wie Ladeleistung und Temperatur. Ich konnte das Dock unter die Lupe nehmen und will euch in Kürze über meine Eindrücke berichten.

Die Docking Station macht einen sehr wertigen Eindruck und wirkt auf einem Schreibtisch durchaus wie ein modernes Stück Technik. Das kann nicht jedes Dock von sich behaupten, diverse Modelle sind da eher pragmatisch gehalten. Besonders sagt mir der Drehknopf haptisch an der rechten Seite zu, mit dem man durch das Menü des Displays an der Front schalten kann. Praktisch ist, dass man auf ein externes Netzteil verzichtet, da kommen andere Docks durchaus mit klobigen Kloppern und gerade wenn man beispielsweise einen Stehschreibtisch verkabelt, kommt das sehr gelegen.

Die Anschlüsse an der Front sind durchaus durchdacht. So kommt man an den SD- und microSD-Kartenleser problemlos ran. Ebenso an den Klinkenanschluss. Über die drei USB-C-Anschlüsse an der Front kann man zudem Gerätschaften zum Laden (und auch zur Datenübertragung) anstecken. Man spart sich hier also ein weiteres Netzteil am Schreibtisch für Tablet, Smartphone und Co vorzuhalten. Denn das Laden ist auch ohne Notebook am Dock möglich und aktiv. Das ist für mich wirklich einer der Vorteile, wenn man mit den anderen Zwängen der Docking Station sonst fein ist. Nett wäre auch ein weiterer USB-C-Anschluss an der Rückseite gewesen, um beispielsweise ein Smartphone-Dock am Schreibtisch fest zu verkabeln, ansonsten hat man da das Ladekabel dauerhaft an der Front hängen. Insgesamt sind 160 Watt Ladeleistung möglich, damit kann man sich in Summe aber sicherlich gut arrangieren.

Hinten gibt es neben Ethernet (schön zu sehen, dass man da auf 2,5 Gbit/s geht) dreimal USB-A, wovon ein Port extra für Maus/Tastatur-Dongles vorgesehen ist. Neben dem USB-C-Upstream, der standesgemäße 140 Watt liefert, gibt es zudem drei Ausgänge für Bildschirme: zweimal HDMI und einmal Display-Port. Der USB-C-Upstream ist leider auf 10 Gbit limitiert und auch bei den Ausgängen hätte ich gerne Thunderbolt gesehen. Wenn man Thunderbolt-fähige Monitore hat, wäre so auch ein Daisy-Chaining der Monitore möglich. Und überhaupt ist es etwas schade, dass DisplayLink-Treiber wirklich Voraussetzung ist (mit den üblichen Mitbringseln), wenngleich diverse Hardware, die ich verwende, auch so mehrere Monitore ansprechen kann. Schöner hätte ich gefunden, wenn man hierüber Nutzern Unterstützung bietet, denen sonst kein Multi-Monitor-Setup offensteht, der Rest sich damit aber nicht herumplagen muss.

Anfänglich hatte ich nämlich das Problem, dass nachdem alles verkabelt war, der Monitor einfach nicht reagieren wollte. Lag wohl schlicht daran, dass ich erst den Monitor und dann das Notebook ansteckte. Nachdem ich das erstmals andersherum gehandhabt hatte, funktionierte alles reibungslos mit zwei angesteckten Monitoren. Sowohl am MacBook, als auch am Windows-Notebook. Achtet da also unbedingt darauf, nach Installation des aktuellen(!) DisplayLink-Treibers (14.1) auch einen Neustart durchzuführen. Dann klappt das auch, und sobald es einmal auf einem Gerät lief, lief es ab dann auch zuverlässig.

Ansonsten? Das Display (5,21 x 2,16 Zentimeter) an der Front kommuniziert neben Leistungsdaten zum Laden auch weitere Infos zur Nutzung der Anschlüsse, etwa die Auflösung oder Bildwiederholfrequenz. So wurde bei mir anfänglich aber etwas missverständlich kommuniziert, dass DisplayLink nicht auf dem Rechner erkannt wird, wenngleich das wohl eher ein anderes Kommunikations-Problem gab. Nichtsdestotrotz schafft das Display Transparenz zu möglichen Leistungen und Daten. Am Schreibtisch leuchtet mir die Anzeige einer Uhrzeit auf dem Dock-Display zudem eher ein, als beim 3-in-1-Ladedock. Neben der Bedienung per Drehknopf gibt es auch für den Rechner Software: den Anker Dock Manager. Die Software ist funktional, aber recht pragmatisch – keine wirkliche Augenweide. Zeigt halt quasi das an, was auch das Display an der Front anzeigt.

Unterm Strich legt man für das Ladedock 350 Euro auf den virtuellen Ladentresen. Dafür gibt es ein hochwertiges und funktionales Dock mit zahlreichen Anschlüssen. Zu diesem Preis hätte ich aber gerne auch Thunderbolt-Anschlüsse bzw. vollwertige USB-4-Anschlüsse (auch bei den Ausgängen) gesehen. Mir gefällt, dass die Anker Docking Station ohne dediziertes Netzteil auskommt und man zudem auch kein weiteres USB-C-Netzteil für den Schreibtisch benötigt, denn diese Rolle übernimmt es ebenfalls. Hier hätte ich mir lediglich noch einen (zusätzlich) USB-C-Port an der Rückseite gewünscht und mehr Gesamtladeleistung kann ebenfalls nie schaden – haben ist besser als brauchen in diesem Fall.

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