Angriff auf Claude Code: OpenAI bringt großes Update für KI-Tool Codex

4 days ago 3

OpenAI erweitert sein Entwicklertool Codex massiv: Die KI kann nun den Computer bedienen, Bilder generieren, sich Präferenzen merken und über Wochen an Aufgaben arbeiten. Damit zielt OpenAI direkt auf Anthropics Claude Code.

OpenAI hat ein umfangreiches Update für Codex veröffentlicht, das den KI-Coding-Assistenten weit über seine bisherige Rolle als Terminal- und Editor-Werkzeug hinaus erweitert. Die auffälligste Neuerung ist die sogenannte "Background Computer Use"-Funktion: Codex kann laut OpenAI nun alle Apps auf dem Computer des Nutzers bedienen, indem es den Bildschirm sieht, klickt und mit einem eigenen Cursor tippt.

Mehrere Agenten sollen dabei parallel auf dem Mac arbeiten können, ohne die eigene Arbeit des Nutzers in anderen Anwendungen zu stören. Für Entwickler sei das besonders nützlich, um Frontend-Änderungen zu iterieren, Apps zu testen oder in Programmen zu arbeiten, die keine API bereitstellen, so OpenAI. Die Funktion ist zunächst nur auf macOS verfügbar.

Ergänzend dazu enthält die Codex-App nun einen integrierten Browser, in dem Nutzer direkt auf Webseiten kommentieren können, um dem Agenten präzise Anweisungen zu geben. Aktuell sei das vor allem für Frontend- und Spieleentwicklung gedacht. OpenAI plant, die Browserfunktion künftig so zu erweitern, dass Codex den Browser auch jenseits lokaler Webanwendungen vollständig steuern kann.

Das Update bringt laut OpenAI auch eine deutlich tiefere Unterstützung für den kompletten Software-Entwicklungszyklus. Codex kann nun unter anderem GitHub-Review-Kommentare bearbeiten, mehrere Terminal-Tabs gleichzeitig betreiben und sich im Alpha-Stadium über SSH mit Remote-Devboxes verbinden.

OpenAI hat auch die Automatisierungsfunktionen erweitert: Bestehende Konversations-Threads lassen sich nun wiederverwenden, sodass zuvor aufgebauter Kontext erhalten bleibt. Codex kann sich laut OpenAI selbst zukünftige Aufgaben einplanen und automatisch aufwachen, um an langfristigen Projekten weiterzuarbeiten, potenziell über Tage oder Wochen hinweg.

Teams nutzen diese Automatisierungen laut OpenAI für alles von der Bearbeitung offener Pull Requests über das Nachverfolgen von Aufgaben bis zum Monitoring schnelllebiger Konversationen in Slack, Gmail und Notion.

Bildgenerierung und mehr als 90 neue Plugins

Codex nutzt nun gpt-image-1.5 zur Bildgenerierung. In Kombination mit Screenshots und Code soll das helfen, Produktkonzepte, Frontend-Designs, Mockups und Spielgrafiken innerhalb desselben Workflows zu erstellen und zu iterieren.

Darüber hinaus hat OpenAI mehr als 90 zusätzliche Plugins veröffentlicht, die Skills, App-Integrationen und MCP-Server kombinieren. Zu den neuen Plugins zählen unter anderem Atlassian Rovo für JIRA-Management, CircleCI, CodeRabbit, GitLab Issues, Microsoft Suite, Neon by Databricks, Remotion, Render und Superpowers. Die Plugins sollen Codex mehr Möglichkeiten geben, Kontext aus verschiedenen Tools zu sammeln und dort Aktionen auszuführen.

Verfügbarkeit zunächst eingeschränkt

Die Updates werden ab sofort an Nutzer der Codex-Desktop-App ausgerollt, die mit einem ChatGPT-Konto angemeldet sind. Personalisierungsfunktionen wie kontextbewusste Vorschläge und Memory sollen für Enterprise-, Edu- sowie EU- und UK-Nutzer bald folgen. Die Computer-Use-Funktion ist zunächst auf macOS beschränkt und wird ebenfalls erst später für EU- und UK-Nutzer verfügbar sein.

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