Android verschärft Kontrolle über Akku-hungrige Apps

8 months ago 8

Google nimmt sich ein Problem vor, das Android-Nutzer seit Jahren kennen: Apps, die im Hintergrund den Akku leerziehen. In einem gemeinsamen Vorstoß mit Herstellern wie Samsung führt das Unternehmen neue Messwerte in den Android Vitals ein, die übermäßigen Akkuverbrauch aufspüren sollen.

Konkret geht es zunächst um sogenannte Wake Locks – also Mechanismen, die das Gerät wach halten. Die neue Beta-Metrik stuft Wake Locks als problematisch ein, wenn sie in einem 24-Stunden-Zeitraum mehr als 3 Stunden aktiv sind. Dabei werden nur Wake Locks gezählt, die im Hintergrund ohne aktiven Foreground-Service laufen.

Die Zusammenarbeit mit Samsung ist dabei besonders interessant. Der koreanische Hersteller bringt seine Erfahrungen aus der realen Nutzung ein, um gemeinsam mit Google Standards zu definieren, was „gute“ und „herausragende“ technische Qualität bei Apps bedeutet. Das Ziel: Eine einheitlichere und positivere Erfahrung für alle Android-Nutzer.

Diese Initiative ist Teil eines mehrjährigen Plans von Google. Entwickler sollen bessere Werkzeuge und Daten erhalten, um den Ressourcenverbrauch ihrer Apps zu verstehen und zu optimieren. Das dürfte nicht nur einzelnen Apps zugutekommen, sondern dem gesamten Android-Ökosystem.

Für Entwickler stellt Google bereits überarbeitete Dokumentationen bereit, die Best Practices für den Umgang mit Wake Locks aufzeigen. In der Beta-Phase sammelt Google aktiv Feedback von Entwicklern, wie sich die neuen Metriken auf verschiedene Anwendungsfälle auswirken. Nach der Beta-Phase könnte es im Play Store neue Mechanismen geben, die Nutzern bei der App-Auswahl helfen.

Noch in diesem Jahr will Google weitere Metriken einführen, die kritische Performance-Probleme aufdecken sollen. Für uns Nutzer kann das nur positiv sein – weniger Akku-Vampire bedeuten längere Laufzeiten unserer Geräte.

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