Android 17 Beta 1 veröffentlicht: Das steckt drin

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Google hat heute die erste Beta von Android 17 zum Download freigegeben. Damit geht eine Änderung bei der Verteilung neuer Versionen einher, denn die klassischen Developer Previews gehören der Vergangenheit an. An ihre Stelle tritt ein kontinuierlicher Canary-Kanal, der Entwicklern schnelleren Zugriff auf Funktionen ermöglichen soll, grundsätzlich hatte man die Canarys ja schon vorher eingeführt. Das Testen wird durch Over-the-Air-Updates vereinfacht, das manuelle Flashen von Hardware entfällt in vielen Fällen, so Google. Der Fokus der neuen Version liegt laut Google auf Privatsphäre, Sicherheit und einer verfeinerten Performance.

Ähnlich wie im Vorjahr soll der Meilenstein für die Plattform-Stabilität bereits im März erreicht werden. Ab diesem Zeitpunkt stehen die APIs im SDK und NDK final fest. Bis zur endgültigen Veröffentlichung von Android 17 vergehen danach noch einige Monate. Im vierten Quartal 2026 steht dann noch ein kleineres SDK-Update an. Eine harte Änderung betrifft die Anpassungsfähigkeit von Apps. Google entfernt die Option für Entwickler, Einschränkungen bei der Bildschirmausrichtung und Größenänderung festzulegen. Wer seine Anwendung für Android 17 (SDK Level 37) signiert, muss gewährleisten, dass diese auf Tablets, Foldables und in Desktop-Umgebungen korrekt skaliert. Nutzer erwarten funktionierende Apps unabhängig vom Formfaktor. Spiele sind von dieser Regelung ausgenommen.

Wer jetzt spektakuläre Nutzer-Features erwartet, wird erstmal enttäuscht. Unter der Haube gibt es Verbesserungen bei Kamera, Medien und Konnektivität. Der Companion Device Manager erhält neue Profile für medizinische Geräte und Fitness-Tracker. Auch ein XR Engagement Mode und Verbesserungen am Druck-Dialog sind an Bord. Google empfiehlt Tests auf dem Pixel Tablet oder Pixel Fold, um die neuen Funktionen für große Bildschirme zu prüfen. Wer bereits im Beta-Programm ist, erhält das Update automatisch.

Google spendiert Android 17 zudem verbesserte Audio-Kontrollen zur Lautstärke-Normalisierung zwischen Apps und bringt Unterstützung für Versatile Video Coding mit, auch bekannt als H.266. Dieser Kompressionsstandard soll ähnliche oder bessere Videoqualität bei kleineren Dateigrößen liefern – sofern das Gerät die entsprechende Hardware mitbringt.

Daneben gibt es noch eine Reihe kleinerer Änderungen. Die Performance wurde an verschiedenen Stellen optimiert, Privacy und Security bekommen weitere Verbesserungen, und bei der Konnektivität hat sich auch was getan. VoIP-Anrufe aus Apps wie WhatsApp sollen beispielsweise besser in der System-Telefon-App dargestellt werden. Wi-Fi Ranging bekommt neue Features zur Näherungserkennung, was genauere Distanzmessungen und das Auffinden von Geräten in der Nähe ermöglicht. Für Apps, die sich mit Fitness-Trackern oder medizinischen Geräten verbinden, gibt es neue Companion-Device-Profile, die den Setup-Prozess vereinfachen sollen. Und eine kleine Erinnerung: Wer aus der Beta aussteigen will, sollte das lesen. Und wer einsteigen will, das geht ab dem Pixel 6, hier geht es los.

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