Amazon schaltet KI-Leaderboard ab, nachdem Beschäftigte per "Tokenmaxxing" die Cloud-Rechnung hochtrieben

1 week ago 6

Amazon zieht laut der Financial Times ein internes KI-Ranking aus dem Verkehr, weil Mitarbeitende es durch sinnlose KI-Nutzung in die Höhe trieben und damit die Cloud-Kosten des Konzerns aufblähten.

Das sogenannte "Kirorank"-Dashboard bewertete Beschäftigte nach ihrer Aktivität auf Amazons Entwicklerplattform Kiro. Einige Mitarbeitende setzten daraufhin KI-Agenten auf überflüssige Aufgaben an, um ihre Platzierung zu verbessern.

"Bitte nutzt KI nicht einfach nur, um KI zu nutzen", soll Senior Vice President Dave Treadwell an die Belegschaft gerichtet haben. Das Dashboard sei mit "guten Absichten" gebaut worden, habe aber zu zusätzlichen Kosten geführt.

Gleichzeitig hat Amazon die Vorgabe ausgegeben, dass mehr als 80 Prozent der Entwickler wöchentlich KI einsetzen sollen und plant 2026 rund 200 Milliarden Dollar Investitionen, vor allem in KI-Infrastruktur. Dasselbe Muster zeigte sich auch bei Meta. Statt reinem Tokenverbrauch misst Amazon nun "normalisierte Deployments", also tatsächlich nützlichen, von KI erzeugten Code.

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