Amazon Sammelklage: Fast 330.000 Teilnehmer registriert

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Bei Amazon und der Verbraucherzentrale Sachsen geht es in die nächste Runde. Das Klageregister gegen die Amazon Digital Germany GmbH ist seit dem 9. Juni 2026 geschlossen. Insgesamt haben sich 329.903 Kunden eingetragen, um gegen die einseitigen Vertragsänderungen beim Streaming-Dienst vorzugehen. Die Verbraucherzentrale wertet diese Zahl als deutliches Zeichen gegen die aktuelle Praxis bei digitalen Abos.

Ein erstes Urteil wird bereits für den 17. Juli 2026 erwartet. Nach der Verhandlung vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht sieht es momentan danach aus, dass die Verbraucherzentrale in der ersten Instanz unterliegt. Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen kündigte jedoch bereits an, im Falle einer Niederlage vor den Bundesgerichtshof zu ziehen. Es geht um die grundsätzliche Frage, ob Konzerne laufende Verträge einfach verschlechtern dürfen.

Zusätzlich läuft eine Gewinnabschöpfungsklage. Damit möchte man verhindern, dass Amazon die Gewinne aus der Werbeeinführung behält, die durch Kunden erzielt wurden, die nicht an der Sammelklage teilnehmen. Sollte diese Klage Erfolg haben, fließen die Gelder in den Bundeshaushalt.

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