12 Tote bei russischen Angriffen auf Kyjiw

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Bei neuen russischen Angriffen auf Kyjiw und Umgebung sind in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 15 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Bei den "massiven" Angriffen seien unter anderem Wohngebiete getroffen worden.

Laut Klitschko wurden etliche Gebäude, darunter eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung, beschädigt. Bei einem weiteren Angriff im nahe der ukrainischen Hauptstadt gelegenen Bezirk Browary seien ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden, berichtete der zuständige Gouverneur Tymur Tkatschenko. Eine Industrieanlage sei zudem beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei.

Morgen "Tag der Trauer" in Kyjiw

"Der morgige Tag, der 21. August, wird in Kyjiw zum Tag der Trauer erklärt", teilte der Bürgermeister mit. Die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt sollten auf halbmast gesetzt werden. Außerdem empfahl Klitschko, mit den Flaggen an anderen staatlichen und privaten Gebäuden ebenso zu verfahren.

Ukraine Kyjiw 2026 | Rettungskräfte evakuieren Bewohner nach russischem RaketenangriffRettungskräfte evakuieren Bewohner eines Gebäudes in der ukrainischen HauptstadtBild: Anatolii Stepanov/REUTERS

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem massiven kombinierten Angriffe mit verschiedenen Raketentypen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Russen hätten sich lange darauf vorbereitet, um "die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschädigen". Es gebe auch Zerstörungen in den Regionen Odessa und Tschernihiw.

"Leider gibt es, während Moskau in Raketenwaffen und Eskalation investiert, nicht immer die notwendige Reaktion der Welt auf solche Angriffe", schrieb der Präsident auf Telegram weiter. "Und solange die Ukraine nicht über ausreichende Raketenabwehr verfügt, wird Russland nicht ernsthaft über Frieden nachdenken." Die Ukraine arbeite zwar an einer eigenen Raketenabwehr, dennoch brauche das Land die Abfangraketen vom Typ Patriot.

Benachbarte NATO-Staaten alarmiert

Die Angriffe Russlands in der Ukraine versetzten auch benachbarte NATO-Länder in Alarmbereitschaft. In Polen teilte die Armee mit, sie habe Flugzeuge mobilisiert und die Luftverteidigung aktiviert, um den polnischen Luftraum zu schützen, insbesondere in an die Ukraine grenzenden Gebieten.

Ukraine Kyjiw 2026 | Menschen suchen Schutz in U-Bahn-Station bei russischem AngriffWährend der Angriffe suchten Menschen Schutz in einer U-Bahn-StationBild: Dan Bashakov/AP Photo/dpa/picture alliance

Das rumänische Verteidigungsministerium erklärte, Radarsysteme hätten in der Nacht Luftziele in der Nähe der ukrainischen Grenze erfasst. Daraufhin seien zwei spanische Kampfjets, die sich im Rahmen von NATO-Einsätzen in Rumänien befinden, sowie ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe aufgestiegen. Demnach drang eine Drohne nahe Galati in den rumänischen Luftraum ein, bevor sie in einem unbewohnten Gebiet im Kreis Tulcea abstürzte.

Die russischen Behörden meldeten ihrerseits ukrainische Drohnenangriffe. In der Nacht zum Donnerstag hätten 250 Drohnen die Region Moskau angeflogen, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. Die Mehrzahl der Drohnen sei in beträchtlicher Entfernung von Moskau zerstört worden.

gri/pgr (afp, dpa)

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