
YouTube macht mit Werbung mittlerweile mehr Asche als Netflix, Disney und Co. – zusammen. Google drehte kürzlich wieder an der Werbeschraube und machte Video Reach Campaigns mit Non-Skip-Anzeigen nun weltweit verfügbar. Das Ganze zielt, wenig überraschend, auf den großen Bildschirm im Wohnzimmer ab, wo YouTube nach eigenen Angaben auch in den USA seit drei Jahren der meistgenutzte Streaming-Dienst ist. Werbetreibende können diese Formate ab sofort global über Google Ads sowie Display & Video 360 buchen.
Der Fokus liegt dabei auf Connected TV (CTV). Die nicht überspringbaren Anzeigen sollen sicherstellen, dass die Werbebotschaft komplett beim Zuschauer ankommt, ohne dass dieser zur Fernbedienung greift (haha!).
Technisch setzt Google dabei auf künstliche Intelligenz. Diese entscheidet dynamisch, welches Format ausgespielt wird. Zur Auswahl stehen sechssekündige Bumper-Ads, der 15-Sekunden-Standard oder auch Formate mit bis zu 30 Sekunden Länge. Das System optimiert dabei im Hintergrund, um angeblich die richtige Zielgruppe zum passenden Zeitpunkt zu erwischen. Ich habe mal im Archiv gewühlt. Man checkte schon 2017 die 30-Sekunden-Werbung generell aus. Stellt sich raus: Kommt nicht gut an, wurde dann abgeschafft.
Für den normalen Nutzer bedeutet das im Zweifel einfach: Mehr Werbung, die man nicht wegklicken kann, wenn man YouTube auf dem Smart TV nutzt. Aus Sicht der Werbetreibenden verspricht Google durch den Mix der Formate eine höhere Effizienz und Reichweite im Vergleich zu Kampagnen, die nur auf ein einzelnes Anzeigenformat setzen.
Ob das am Ende wirklich zu besseren Ergebnissen führt oder nur die Geduld der Zuschauer auf die Probe stellt, wird sich zeigen müssen. Fest steht, dass der Konzern die Monetarisierung auf dem großen Bildschirm weiter forciert – und dass sich viele nicht zahlende Kunden sicherlich mehr Gedanken machen, wie sie das Ganze unterdrücken. Alternativ sollten harte YouTube-Nutzer nicht vergessen: YouTube Premium ist so ziemlich der beste Deal, den man im gesamten Streaming Markt aktuell bekommt – denn man bekommt ja noch YouTube Music dazu.
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