XR-Markt: Brillen lösen klobige Headsets ab

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Quelle: Omdia

Der Markt für XR-Hardware steckt momentan in einer kleinen Krise. Laut den Analysten von Omdia sinken die Auslieferungszahlen im Jahr 2026 erst einmal um 12 Prozent auf 6,2 Millionen Einheiten. Erst 2027 geht es wieder bergauf, wobei der Trend eindeutig weg von wuchtigen Headsets hin zu leichten Brillen geht.

Besonders kabelgebundene Brillen von Herstellern wie RayNeo oder Xreal legen zu. Diese Geräte landen 2026 schätzungsweise bei 900.000 Einheiten. Das ist ein Plus von 19 Prozent. Bis 2030 soll diese Sparte sogar auf 3,8 Millionen Stück anwachsen. Eigenständige XR-Brillen sind zwar noch ein Nischenthema für Entwickler und Firmen, sollen aber mit besserer Technik in den nächsten Jahren deutlich zulegen. Einfache KI-Brillen haben hier Vorarbeit geleistet und die Leute angeblich daran gewöhnt, Technik im Gesicht zu tragen.

Bei den klassischen Standalone-Headsets, zu denen die Meta Quest 3 oder die Apple Vision Pro gehören, sieht es dagegen mau aus. Hier wird für 2026 ein Rückgang von 15 Prozent auf 4,7 Millionen Geräte erwartet. Das wäre das fünfte Jahr in Folge mit sinkenden Zahlen seit dem Hoch während der Pandemie. Eine Besserung ist erst für 2028 in Sicht. Die Marktforscher glauben, dass Apple dann ein günstigeres Modell der Vision Pro bringt, was auch Samsung oder Vivo wieder mehr auf den Plan rufen könnte.

Kabelgebundene Headsets für den PC oder die Konsole stürzen derweil völlig ab und verlieren 2026 rund 34 Prozent an Boden. Am Ende bleiben da nur noch 500.000 Einheiten übrig. Das Problem bleibt die Bauform. Die dicken Dinger am Kopf bieten im Alltag zu wenig echten Nutzen für die breite Masse. Meta und Google setzen deshalb verstärkt auf schlankere Formfaktoren.

Omdia unterteilt das Feld in vier Bereiche. Da sind die kabelgebundenen Headsets für maximale Grafikpower und die autarken Standalone-Headsets ohne Kabelgewirr. Auf der anderen Seite stehen die leichten XR-Brillen. Die kabelgebundenen Varianten dienen oft als tragbarer Bildschirm für das Smartphone oder den Rechner. Die Standalone-Brillen hingegen erledigen die Berechnungen direkt im Gestell oder über eine kleine Box in der Hosentasche, um das Gewicht niedrig zu halten.

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