Xbox als PC-Ersatz? Windows-Basis und Offene-Plattform-Pläne

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Nicht nur bei den Spielen tut sich was, auch bei der Hardware und der generellen Strategie baut Microsoft das Xbox-Ökosystem wohl massiv um. Jez Corden von Windows Central hat dazu einige Infos ausgegraben, die zeigen, wohin die Reise ab 2026 gehen soll. Stichwort: Die Verschmelzung von Konsole und PC.

Man hört es schon länger aus der Gerüchteküche, aber jetzt verdichten sich die Hinweise: Die nächste Xbox-Generation soll auf einer angepassten Windows-Basis laufen. Microsoft arbeitet wohl an einer Full Screen Experience für die Xbox-PC-App, die das gewohnte Konsolen-Interface auf den Fernseher bringt, unter der Haube aber die volle Windows-Power nutzt. Das Ziel? Entwickler sollen ihre Spiele einfacher auf die Plattform bringen, da der Unterschied zwischen PC- und Konsolen-Version fast verschwindet. Keine Sorge: Die Abwärtskompatibilität bleibt laut den Quellen erhalten. Eure alten Schinken von der Xbox One oder Series X|S sollen auch auf der neuen Kiste laufen.

Wer sich fragt, wie sich das Ganze anfühlen könnte, muss nur auf den Xbox Ally (die Kooperation mit ASUS) schauen. Das Handheld dient quasi als Beta-Test für die neue Software-Erfahrung (meines Erachtens noch stark verbesserungswürdig). Microsoft will weg von der geschlossenen Box hin zu einem offeneren System. Das zeigt sich auch beim Store: Das Publishing soll Steam-ähnlicher werden, Regeln werden gelockert und der Store soll endlich bessere Community-Features wie Reviews und Kuratoren bekommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Expansion auf Drittanbieter-Hardware. Wer keine Lust auf einen grauen Kasten unter dem TV hat, bekommt 2026 wohl mehr Optionen. Die Xbox-App soll unter anderem auf Smart-TVs von Hisense und Geräten mit V homeOS landen. Damit setzt Microsoft den Weg konsequent fort: Die Hardware ist wichtig, aber der Game Pass und die Cloud sollen überall dort sein, wo ein Bildschirm steht.

Offen gesagt, ist das der einzig logische Schritt für Microsoft. Wenn die Xbox zur offenen Gaming-Station wird, auf der ich quasi meine PC-Bibliothek und meine Konsolen-Games nahtlos zocken kann, ist das ein echtes Pfund. Ob das Ganze dann auch so reibungslos läuft wie eine klassische Konsole, muss sich natürlich erst noch zeigen. Windows auf der Couch ist ja immer so eine Sache.

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