xAI enthüllt Grok 4: Elon Musks Antwort auf GPT-5 und Gemini

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Elon Musk und Grok Logo

Mit Grok 4 will Elon Musk mit sein KI-Modell an der Spitze der Rankings platzieren

(Bild: JRdes/Shutterstock.com)

Inmitten einer Kontroverse präsentiert xAI sein neuestes Flaggschiff-KI-Modell Grok 4. Kann es mit den Schwergewichten von OpenAI und Google mithalten?

Elon Musks KI-Unternehmen xAI hat am späten Mittwochabend sein neuestes Flaggschiff-KI-Modell Grok 4 vorgestellt und einen neuen KI-Abonnementplan für 300 US-Dollar pro Monat namens SuperGrok Heavy angekündigt.

Die Erwartungen an Grok 4 sind hoch, da es gegen OpenAIs für diesen Sommer erwartetes KI-Modell GPT-5 antreten wird. Grok ist xAIs Antwort auf Modelle wie OpenAIs ChatGPT und Googles Gemini. Es kann Bilder analysieren und auf Fragen antworten.

In den letzten Monaten wurde Grok tiefer in Musks Sozialnetzwerk X (ehemals Twitter) integriert, das kürzlich von xAI übernommen wurde. Allerdings rückte dadurch auch Groks Fehlverhalten in den Fokus von Millionen Nutzern.

Grok 4 mit Spitzenleistung in akademischen Fragen

"In Bezug auf akademische Fragen ist Grok 4 in jedem Fach besser als auf Doktorandenniveau, ohne Ausnahme", sagte Elon Musk während eines Livestreams am Mittwochabend. "Manchmal fehlt ihm der gesunde Menschenverstand, und es hat noch keine neuen Technologien erfunden oder neue Physik entdeckt, aber das ist nur eine Frage der Zeit."

xAI behauptet, dass Grok 4 in mehreren Benchmarks Spitzenleistungen zeigt, darunter bei "Humanity's Last Exam" – einem anspruchsvollen Test, der die Fähigkeit von KI misst, Tausende von crowdgesourcten Fragen zu Themen wie Mathematik, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften zu beantworten.

Laut xAI erreichte Grok 4 ohne in dem Benchmarktest ohne "Tools" einen Wert von 25,4 Prozent und übertraf damit Googles Gemini 2.5 Pro mit 21,6 Prozent und OpenAIs o3 (high) mit 21 Prozent.

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Die gemeinnützige Organisation Arc Prize bestätigt, dass Grok im ARC-AGI-2-Test, einem weiteren schwierigen Benchmark mit rätselartigen Problemen, bei denen eine KI visuelle Muster erkennen muss, mit 16,2 Prozent einen neuen Bestwert erreicht. Das ist fast doppelt so hoch wie der Wert des nächstbesten kommerziellen KI-Modells, Claude Opus 4.

Kontroversen überschatten Grok 4 Launch

Die Markteinführung von Grok 4 fällt in eine turbulente Woche für Elon Musks Unternehmen. Nur Stunden vor dem Launch trat Linda Yaccarino nach rund zwei Jahren als CEO von X zurück. Zudem sorgte Groks offizieller, automatisierter X-Account mit antisemitischen Kommentaren, in denen er Hollywoods "jüdische Führungskräfte" kritisierte und Hitler lobte, für Aufsehen.

xAI musste Groks Account vorübergehend einschränken und die beleidigenden Beiträge löschen. Als Reaktion auf den Vorfall entfernte xAI offenbar einen kürzlich hinzugefügten Abschnitt aus Groks öffentlichem Systemprompt, einer Liste von Anweisungen, die der KI-Chatbot befolgen soll. Darin wurde Grok angewiesen, nicht davor zurückzuschrecken, "politisch unkorrekte" Behauptungen aufzustellen.

Neue Funktionen und ein teurer Aboplan

Neben Grok 4 und Grok 4 Heavy kündigte xAI seinen bisher teuersten KI-Abonnementplan an, ein Abonnement für 300 US-Dollar pro Monat namens SuperGrok Heavy. Abonnenten des Plans erhalten eine frühe Vorschau auf Grok 4 Heavy sowie frühzeitigen Zugriff auf neue Funktionen.

xAI plant in den kommenden Monaten die Einführung weiterer Produkte. Im August soll ein auf Programmieraufgaben spezialisiertes Modell auf den Markt kommen, im September ein multimodaler Agent und im Oktober ein Videogenerierungsmodell.

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