Windows Hello: Microsoft schaltet IR-Gesichtserkennung im Dunkeln ab

8 months ago 10

Microsoft hat eine Änderung an Windows Hello vorgenommen, die viele Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln stehen lässt. Die bisher verfügbare Infrarot-Gesichtserkennung wurde stillschweigend deaktiviert, was erst durch den jüngsten Patch Tuesday ans Licht kam. Der Konzern aus Redmond begründet diesen Schritt mit Sicherheitsbedenken, nachdem chinesische Forscher eine Schwachstelle in der IR-basierten Authentifizierung aufdecken konnten.

Die Konsequenz dieser Änderung ist weitreichend: Windows Hello verlangt nun zwingend eine reguläre Farbkamera für die Gesichtserkennung. Das bedeutet konkret, dass eine Anmeldung in dunkler Umgebung nicht mehr möglich ist, da die Kamera ein sichtbares Gesicht erfassen muss. Diese Information erwähnte Microsoft recht unauffällig in den Update-Notizen des April-Patches.

Für technikaffine Nutzer gibt es allerdings einen Workaround, wie Windows Central berichtet. Durch die Deaktivierung der Webcam lässt sich die Anmeldung ausschließlich mit den Infrarotsensoren wiederherstellen. Diese Lösung hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Webcam steht dann für andere Anwendungen wie Videokonferenzen oder Browser-basierte Dienste nicht mehr zur Verfügung.

Die genauen Details der Sicherheitslücke, die zu dieser drastischen Maßnahme führte, hält Microsoft noch unter Verschluss. Bekannt ist lediglich, dass es Forschern gelang, das System mit gefälschten Gesichtsdaten zu überlisten.

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