Windows 11: Microsoft schraubt Copilot-Integration zurück

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Es ist noch gar nicht so lange her, da kündigte Microsoft an, den Copilot tief in Windows 11 zu verankern. Geplant war die Integration in die Einstellungen, den Datei-Explorer und die Benachrichtigungen. Passiert ist seitdem wenig bis nichts. Die damals von Manager Yusef Mehdi gezeigten Funktionen, die eigentlich noch 2024 kommen sollten, sind weitgehend in der Versenkung verschwunden. Wie man aus dem Umfeld des Unternehmens hört, liegt das wohl auch am Chaos rund um die Funktion Recall. Als diese verschoben werden musste, legte Microsoft offenbar den Plan auf Eis, den Copiloten als allumfassenden Begriff für KI im System zu etablieren.

Zwar finden KI-Funktionen mittlerweile ihren Weg in das Betriebssystem, allerdings oft ohne das explizite Copilot-Label. Die Einstellungen bieten inzwischen eine semantische Suche samt Vorschlägen und der Explorer hat ein KI-Menü erhalten. Letzteres arbeitet jedoch anders als ursprünglich angedacht und leitet lediglich an Apps weiter, anstatt Aufgaben direkt zu erledigen. Komplett vom Tisch scheinen die Vorschläge in Benachrichtigungen zu sein. Diese sollten eigentlich Pop-ups ermöglichen, um direkt Dateien zu öffnen oder Nachrichten zu beantworten. Selbst unter der Haube rudert man laut Bericht zurück: Die Windows Copilot Runtime heißt inzwischen schlicht Windows AI APIs. Der Fokus der Marke Copilot liegt heute eher auf Microsoft 365.

Microsoft selbst spricht auf Nachfrage davon, dass man basierend auf Feedback entwickle und Funktionen in Testphasen auch mal streiche oder ändere. Intern heißt es wohl, man wolle die KI-Überfrachtung reduzieren. Nutzer hatten sich über zu viel KI an jeder Ecke beschwert, weshalb der Konzern nun gezielter vorgehen möchte. Die Funktionen sollen dort bleiben, wo sie einen Nutzen haben, aber optionaler daherkommen und weniger aufdringlich wirken. Ob das reicht, um die Akzeptanz von Windows 11 zu steigern, bleibt abzuwarten. Schaut man sich die Entwicklung so an, hat man sicher das Gefühl, als hätte Microsoft versucht, das Ganze absichtlich mit KI-Gedöns gegen die Wand zu fahren.

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