Wer bei WhatsApp aktiv sein möchte, benötigt dafür aktuell seine Mobilfunk- oder Festnetznummer zur Registrierung. Allerdings soll es in Zukunft auch möglich werden, den Messenger über Benutzernamen zu verwenden. Noch einen Schritt weiter würden die sogenannten Gast-Chats gehen, die sich offenbar aktuell in der Entwicklung befinden. Darüber soll es möglich werden, den Messenger ganz ohne ein Konto zu nutzen.
Diese Funktion deutet sich vorab in der Android-Beta von WhatsApp in der Version 2.25.22.11 an. Eventuell hat diese Funktion, die es WhatsApp-Nutzern ermöglichen soll, mit anderen Anwendern zu kommunizieren, die kein Konto beim Messenger betreiben, auch mit den Auflagen der EU zu tun. Diese sehen vor, dass Meta WhatsApp interoperabel zu anderen Messenger-Diensten machen soll. Entsprechende Konversationen sollen dann als ebenfalls speziell markiert werden. Es heißt aber, dass Drittanbieter-Chats und Gast-Chats in einigen Punkten voneinander abweichen sollen.
Ein Screenshot von WABetaInfo zeigt, dass es in Gast-Chats zum Beispiel nicht möglich sein wird, Dateianhänge zu versenden bzw. zu empfangen – vermutlich aus Sicherheitsgründen. WABetaInfo mutmaßt, dass sich die Gast-Chats von den Chats mit Nutzern von Drittanbieter-Messengern dadurch unterscheiden sollen, dass die Gast-Nutzer im WhatsApp-Ökosystem allein aktiv bleiben. Deswegen müssen auch keine Entwickler von Drittanbieter Apps erst die Unterstützung in ihre Messenger implementieren.
Stattdessen können registrierte WhatsApp-Nutzer jemanden ohne ein Konto zu einem Chat einladen. Der Eingeladene soll dann einen Link erhalten, über den er dem Gast-Chat beitreten kann. Die Kommunikation läuft dann offenbar über den jeweiligen Browser, denn der Gast muss die WhatsApp-App nicht installieren. Die Oberfläche dürfte dann WhatsApp Web ähneln. Gruppen-Chats sollen auf diese Weise allerdings nicht möglich sein. Auch Gast-Chats werden Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Wie genau das alles technisch ablaufen soll, ist aber noch offen.
Vermutlich verspricht sich WhatsApp von der Funktion auch, dass Skeptiker doch noch überzeugt werden könnten, den Messenger zu nutzen. Denn wer mehrmals als Gast aktiv gewesen ist, gibt womöglich doch noch nach und registriert sich am Ende für ein festes Konto.
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5 months ago
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