Vodafone meldet Erfolge beim Kampf gegen Telefonbetrug

5 months ago 6

Vodafone zieht nach drei Monaten eine erste Bilanz seines neuen Spam-Warnsystems. Täglich werden durchschnittlich 150.000 Warnmeldungen an Nutzer im Vodafone-Netz verschickt. An Spitzentagen registrierte das System sogar bis zu 650.000 verdächtige Anrufe. Insgesamt konnten in den ersten drei Monaten 15 Millionen Warnhinweise an Mobilfunknutzer ausgespielt werden.

Der im Mai 2025 eingeführte Spam-Warner greift auf eine Datenbank mit mehreren tausend bekannten Betrugs-Rufnummern zurück. Sobald ein Anruf von einer dieser Nummern eingeht, erscheint auf dem Display des angerufenen Smartphones die Warnung „Vorsicht: Betrug möglich!“.

Das Problem hat eine erhebliche Dimension: Das Bundeskriminalamt verzeichnete für 2024 mehr als 500.000 Betrugsfälle, bei denen ein Gesamtschaden von über 1 Milliarde Euro entstand. Die Täter operieren meist aus professionellen Call-Centern im Ausland und nutzen Methoden wie Schockanrufe, Love-Scam oder den Enkeltrick. Für mich sind Schockanrufe übrigens generell Anrufe, für mich ist ein Anruf gleichbedeutend mit Menschen, die unangekündigt an der Tür klingeln, ganz komisch.

Marcel de Groot, CEO von Vodafone Deutschland, sieht in den steigenden Zahlen eine wachsende Bedrohung. Die Gefahr nehme zu, während viele Verbraucher beim Schutz vor Telefonbetrug nachlässiger würden. Jede Warnung trage dazu bei, Nutzer zu sensibilisieren und vor finanziellen Schäden zu bewahren.

Ein grundsätzliches Problem bleibt jedoch bestehen: Viele Telefonnummern gelangen durch unvorsichtige Datenweitergabe der Nutzer selbst in Umlauf. Oft geschieht dies über Online-Gewinnspiele, bei denen im Kleingedruckten die Weitergabe an Dritte erlaubt wird. Diese Nummern landen dann bei Datenhändlern und sind anschließend frei verfügbar. Klar, macht man bei Vodafone selbst ja auch…

Die Wirksamkeit des Systems hat allerdings Grenzen. Da Betrüger ihre Rufnummern regelmäßig wechseln, können neue, noch nicht erfasste Nummern das Warnsystem umgehen. Vodafone darf zudem Rufnummern nur auf Anordnung der Bundesnetzagentur sperren. Betroffene können dort Beschwerden über verdächtige Rufnummern einreichen.

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