Verivox: Kostenfalle Grundversorgung, Milliardenpotenzial durch Tarifwechsel bei Strom und Gas

4 months ago 6

Millionen Haushalte in Deutschland befinden sich in Strom- und Gastarifen, die zu den teuersten am Markt gehören. Eine Analyse von Verivox zeigt, dass dies kein Nischenproblem ist, sondern einen erheblichen Teil der Verbraucher betrifft. Der Grund dafür sei oft nicht mangelndes Sparbewusstsein, sondern das Festhalten an der Grundversorgung.

Jene fängt laut Bundesnetzagentur jeden vierten Stromkunden (25 %) und jeden fünften Gaskunden (19 %) auf. Zwar bietet dieser Tarif maximale Flexibilität durch eine kurze Kündigungsfrist, doch diese wird mit einem deutlichen Preisaufschlag erkauft.

Was diese Preisdifferenz für den Einzelnen ausmacht, wird am Beispiel eines durchschnittlichen Haushalts (4.000 kWh Strom, 20.000 kWh Gas) deutlich: Durch einen Wechsel aus der Grundversorgung ließen sich pro Jahr im Schnitt 1.628 Euro einsparen, aufgeteilt in 671 Euro bei Strom und 957 Euro bei Gas.

Rechnet man dieses Sparpotenzial auf alle betroffenen Haushalte hoch, ergibt sich für das erste Halbjahr 2025 eine Summe von rund 3 Milliarden Euro an vermeidbaren Energiekosten. Die Basis für diese Kalkulation sind die durchschnittlichen Preise pro Kilowattstunde (kWh):

  • Strom: Hier kostete die kWh in der Grundversorgung durchschnittlich 43,96 Cent, während der günstigste Alternativtarif bei 27,85 Cent lag. Das entspricht einem Aufpreis von etwa 37 %.
  • Gas: In der Grundversorgung wurden im Schnitt 13,99 Cent/kWh fällig. Im Vergleich dazu stand ein günstiger Tarif mit 9,71 Cent/kWh, was den Preis in der Grundversorgung um rund 31 % verteuerte.

Die Sorge vor bürokratischem Aufwand oder einer Versorgungsunterbrechung hält viele vom Wechsel ab. Diese Bedenken seien jedoch in der Praxis meist unbegründet, so Verivox weiter. Der Wechselprozess selbst ist für den Kunden einfach gestaltet: Der neue Versorger übernimmt die Kündigung des alten Vertrags, und die durchgehende Belieferung mit Energie ist gesetzlich garantiert. Aber ja, ist sicherlich klar, dass ein Portal wie Verivox diese Zahlen veröffentlicht, hofft man doch sicherlich, dass Kunden mal wieder etwas mehr vergleichen und wechseln.

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