USA planen Webseite zur Umgehung von Inhaltssperren

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Wilde Geschichte, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das US-Außenministerium arbeitet offenbar an einem neuen Online-Portal, das Nutzern in Europa und anderen Regionen den Zugriff auf Inhalte ermöglichen soll, die von lokalen Regierungen gesperrt wurden. Washington betrachtet diesen Schritt als Maßnahme gegen Zensur. Ziel ist es, Material sichtbar zu machen, das in den jeweiligen Ländern beispielsweise als Hassrede oder terroristische Propaganda eingestuft ist und deshalb blockiert wird. Gehostet werden soll das Ganze unter der Domain freedom.gov.

Quellen zufolge wurde diskutiert, eine VPN-Funktion direkt zu integrieren. Damit würde der Datenverkehr der Nutzer so aussehen, als stamme er aus den Vereinigten Staaten. Eine Nachverfolgung der Nutzeraktivitäten soll dabei angeblich nicht stattfinden. Eigentlich war die Vorstellung des Portals bereits für die Münchner Sicherheitskonferenz in der vergangenen Woche geplant, wurde dann aber verschoben.

Der Bedarf an solchen Umgehungslösungen wird in Washington wohl hoch eingeschätzt, nachdem Plattformen wie X unter Druck geraten sind. X musste erst im Dezember eine Strafe von 120 Millionen Euro wegen Nichteinhaltung von EU-Vorschriften zahlen. Auch Deutschland hat im Jahr 2024 hunderte Anordnungen zur Löschung von Inhalten erlassen. Es bleibt abzuwarten, welchen konkreten Mehrwert das staatliche Portal gegenüber herkömmlichen VPN-Diensten bieten wird.

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