Das US-Heimatschutzministerium verbietet zivilen Bundesbehörden die Nutzung von KI-Technik des chinesischen Labors Deepseek. Wie das Wall Street Journal berichtet, müssen die Behörden vorhandene Deepseek-Produkte aus ihren IT-Systemen entfernen und dürfen keine neuen mehr kaufen.
Die Anordnung gilt auch für Produkte verbundener Unternehmen und für Dienste von Drittanbietern, die mit Deepseek-Implementierungen entwickelt wurden. Eine Frist oder konkrete Sicherheitsbedenken nennt das Ministerium nicht, unklar ist bisher was genau "entwickelt mit" bedeutet und ob auch KI-Gateways wie OpenRouter betroffen sind.
Grundlage ist ein US-Gesetz von 2018 zur Sicherheit von Lieferketten bei Beschaffungen. Welche Sicherheitsbedenken hinter der Entscheidung stehen und bis wann die Technik entfernt sein muss, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Im Sommer hatte die US-Regierung laut der New York Times Schritte gegen chinesische Open-Weight-Modelle erwogen, darunter Sanktionen, eine Handels-Blacklist und Regeln dafür, welche Modelle Bundesbehörden nutzen dürfen.
Auslöser war eine Welle leistungsfähiger chinesischer Modelle wie Kimi K3 von Moonshot AI. Nach Protesten von Nvidia, Microsoft, Google und Meta ruderte die Regierung vorerst zurück, OpenAI und Anthropic hatten dagegen auf Beschränkungen gedrängt.
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