
UGREEN bringt mit dem NeoDrive Go D709 eine portable SSD mit 1 TB auf den Markt, die ein bisschen mehr sein will als nur ein Datenspeicher. Auffällig ist vor allem der kleine Touchscreen auf der Vorderseite. Der zeigt live an, wie schnell gerade übertragen wird, wie warm das Laufwerk ist und ob alles im grünen Bereich läuft. Spielerei oder Mehrwert, das hängt vom Alltagseinsatz ab, praktisch kann es schon sein, wenn öfter große Projekte geschoben werden und die Temperatur im Blick bleiben soll.
Technisch liegt das Laufwerk in der USB-3.2-Gen-2×2-Klasse und kommt laut Hersteller auf bis zu 2.000 MB/s beim Lesen und bis zu 1.800 MB/s beim Schreiben. Vorausgesetzt, der Rechner kann 20 Gbit/s auch liefern. Für typische Aufgaben wie 4K-Video schneiden, große Spielebibliotheken mitnehmen oder RAW-Fotos sichern reicht das locker.
UGREEN setzt beim NeoDrive Go D709 auf ein fest integriertes USB-C-Kabel. Das ist bequem, weil nicht erst in der Tasche nach dem passenden Kabel gesucht werden muss. Der Nachteil liegt auf der Hand: Wenn das Kabel Schaden nimmt, wird es kompliziert. Laut Hersteller wurde das Ganze auf Haltbarkeit getestet, das muss die Praxis zeigen. Das Gehäuse selbst kommt mit wellenförmiger Oberfläche und spezieller Beschichtung, soll sich ordentlich anfassen und gleichzeitig bei der Wärmeabfuhr helfen. Stürze aus bis zu 2 m soll das Laufwerk verkraften.
Beim Formfaktor bewegt sich die SSD ungefähr im Bereich einer Bankkarte in der Fläche, nur eben dicker.Wer viel unterwegs am Notebook, Tablet oder Smartphone arbeitet, dürfte sich darüber freuen, dass das Teil nicht groß auffällt. Bei der Kompatibilität gibt sich UGREEN breit aufgestellt. Auf der Anschlussseite läuft das Laufwerk an Thunderbolt 3, 4 und 5, an USB4 (dann meist mit bis zu 10 Gbit/s) sowie an klassischen USB-Ports ab USB 3.2 nach unten. Betriebssystemseitig werden Windows, macOS und Linux unterstützt, dazu mobile Plattformen wie iOS, iPadOS und Android, bei mobilen Geräten in der Regel mit bis zu 10 Gbit/s. Für volle 20 Gbit/s braucht es aber einen Host mit USB 3.2 Gen 2×2, was bei Notebooks und Desktops noch nicht Standard ist.
Im Karton liegen neben der SSD selbst eine MagSafe-kompatible Magnetplatte und ein kurzes Handbuch. Die Magnetplatte lässt sich etwa aufs iPhone kleben, um das Laufwerk per Magnet zu fixieren, was bei ProRes-Aufnahmen unterwegs sicher einige Setups entspannen kann. Das integrierte USB-C-Kabel ist die einzige Verbindung, es gibt keinen zweiten Port für alternative Kabel.
Beim Preis spielt das NeoDrive Go D709 in der Oberliga: UGREEN ruft 339,99 € für die 1-TB-Variante auf. Daneben bietet der Hersteller noch eine schnellere D710-Version mit 40 Gbit/s und ebenfalls 1 TB an, die mit 419,99 € gelistet ist. Wer primär am Notebook mit USB 3.2 Gen 2×2 hängt, wird den Unterschied kaum merken, bei moderneren Workstations mit entsprechendem Interface kann die höhere Bandbreite aber interessant sein.
Unterm Strich ist der NeoDrive Go D709 eine SSD für alle, die viel mit großen Dateien jonglieren, ein kompaktes Setup mögen und den Touchscreen nicht als Gimmick, sondern als Statusanzeige zu schätzen wissen. Der Preis ist kein Schnäppchen, ob der Aufpreis zum klassischen, simpler gehaltenen Laufwerk drin ist, hängt am eigenen Workflow und daran, wie oft das Drive wirklich unterwegs im Einsatz ist. Ich zumindest bin derzeit froh, keinen (externen) Speicher kaufen zu müssen.
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