Überkreuz-Nierenspende: Bundesregierung plant neue Wege in der Organspende

2 months ago 4

Foto von National Cancer Institute auf Unsplash

Die Situation bei Organspenden in Deutschland bleibt angespannt, das Thema hatten wir ja bereits einige Male. Ende 2024 warteten etwa 6.400 Menschen auf eine neue Niere, während die Zahl der durchgeführten Transplantationen auf 2.075 sank. Jetzt reagiert die Bundesregierung mit einem neuen Gesetzentwurf, der die Möglichkeiten der Lebendspende deutlich erweitern soll.

Der Knackpunkt ist oft die fehlende Kompatibilität zwischen Spender und Empfänger. Bisher durften nur nahestehende Personen wie Familienmitglieder oder Lebensgefährten eine Niere spenden. Künftig soll das anders werden: Mit der sogenannten Überkreuz-Lebendnierenspende können zwei nicht-kompatible Spenderpaare quasi tauschen. Ein bundesweiter Pool soll dabei helfen, passende Paare zusammenzubringen.

Geplant ist auch die Einführung der anonymen Nierenspende. Hier kann jemand einer völlig unbekannten Person eine Niere spenden. Diese Option wird ebenfalls in das neue Überkreuz-Programm integriert. Beim Spenderschutz zieht die Regierung die Zügel an: Eine unabhängige psychosoziale Beratung wird Pflicht, genau wie eine vorherige Evaluation der Spender. Die Transplantationszentren müssen die Betroffenen während des gesamten Prozesses individuell betreuen.

Hier kann man einen Organspendeausweis online ausfüllen und ausdrucken oder auch eine Plastikkarte für die Geldbörse bestellen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article