Stand: 19.06.2026, 15:06 Uhr
Von: Lukas Richter
Trump verteidigt den Iran-Deal und spricht von „keinen Grenzen“ seiner Macht.
Donald Trump hat die Iran-Absichtserklärung kaum unterzeichnet, da weist der US-Präsident bereits jede Kritik an Grenzen seiner Macht zurück. Der Krieg mit Iran habe ihn nicht gedemütigt, sagte Trump in der Sendung „The Axios Show“, und seine Macht kenne keine Grenzen.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Auf die Frage, was er über die Grenzen seiner Macht gelernt habe, antwortete Trump in dem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch: „Es gibt keine Grenzen.“ Trump war in den Krieg mit der Forderung nach „bedingungsloser Kapitulation“ gegangen. Am Ende steht ein nun Memorandum of Understanding – eine Absichtserklärung zu weiteren Verhandlungen – mit Iran.

Trump verteidigt Iran-Abkommen nach Kriegsende
Trump räumte in dem Interview mit Axios-Journalist Marc Caputo ein, dass er den Deal ausgehandelt habe, um eine größere wirtschaftliche Krise zu verhindern. Zugleich bestritt er, dass der Verlauf des Krieges seine Macht begrenzt habe. „Ich habe diese Lektion noch nicht gelernt. Ich weiß, dass es sie gibt, aber es gibt keine Grenzen“, sagte er dem US-Newsportal.
Der US-Präsident stellte den Krieg als militärischen Erfolg dar. Die USA hätten Iran „militärisch vollständig besiegt“, sagte Trump. Auch das Memorandum sei „wahrscheinlich“ eine bedingungslose Kapitulation. Zur Begründung verwies er auf eine Seeblockade. „Wer sonst hätte so eine Blockade machen können?“, fragte Trump laut Axios. Kein Schiff sei durchgekommen. Einige hätten es versucht. „Es dauerte nicht sehr lange.“
Ganz anders klang Trump, als es um die Folgen weiterer Angriffe ging. Härter könne er nur werden, wenn er „noch zwei oder drei Wochen“ weiter bomben lasse, sagte er. Doch dann bleibe die Straße von Hormus geschlossen.
Sorge vor Öl-Schock und weltweiter Krise
Die Meerenge ist für den Ölhandel zentral. Trump sagte laut Axios, die USA hätten dann „monatelang“ kein Öl. Solange Bomben fielen, sei die Durchfahrt automatisch geschlossen. „So etwas könnte eine weltweite Wirtschaftskrise auslösen“, sagte der Präsident.
Nach Angaben von Axios hatte Trump auch intern Sorge vor einem Öl-Schock geäußert. Weltweite Erdölreserven hätten sich aus seiner Sicht geleert, falls die Straße von Hormus länger geschlossen geblieben wäre, hieß es unter Berufung auf eine mit seinen Überlegungen vertraute Person.
Das hilft zu erklären, warum Trump den erreichbaren Deal nahm – und nicht die maximale Forderung durchsetzte, die er vor dem Krieg formuliert hatte. Öffentlich bleibt er dennoch bei seiner Linie: Der Krieg habe die Breite seiner Macht gezeigt, nicht ihre Grenzen.
Trump meldet „Sieg“ und niedrigere Ölpreise
Auf Truth Social stellte Trump das Abkommen ebenfalls als Erfolg dar. Die USA seien dem Frieden verpflichtet, schrieb er. Er erwarte eine vollständige Waffenruhe an allen Fronten, darunter Libanon, Hisbollah und Israel.
Hintergrund ist ein 14-Punkte-Abkommen, das Trump beim G7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains formell unterzeichnete. Das Memorandum soll die Straße von Hormus wieder öffnen. Es sieht laut Kontext vor, dass Iran niemals eine Atomwaffe besitzen werde.
Außerdem ist ein Fonds über 300 Milliarden Dollar für Wiederaufbau und wirtschaftliche Entwicklung des Landes vorgesehen. Die USA müssen sich daran nicht beteiligen.



