TikTok erteilt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Messages eine Absage

2 days ago 2

Vielen Nutzern gibt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer Nachrichten ein besseres Gefühl. Diese Art der Verschlüsselung sorgt dafür, dass die jeweiligen Messages wirklich nur von Sender und Empfänger gelesen werden können. Vielen Politikern ist das Ganze eher ein Dorn im Auge, denn das erschwert natürlich die anlasslose Massenüberwachung. Und auch manche Unternehmen sind da nicht so sehr hinterher. Zu Letzteren gehört TikTok. Das soziale Netzwerk hat der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erneut eine klare Absage erteilt.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) findet etwa bei Facebook, X oder WhatsApp Verwendung. Die Konzerne argumentieren, das mache die Kommunikation der Nutzer sicherer. Die Politik führt oft dagegen an, dass es so schwieriger werde, z. B. die Verbreitung illegaler Inhalte nachzuvollziehen und zu stoppen. Auch TikTok stemmt sich aus ähnlichen Gründen dagegen.

So haben Sprecher der Plattform gegenüber der BBC erklärt, E2EE würde es den internen Sicherheitsteams und der Polizei erschweren, Nachrichten einzusehen, falls das notwendig sein sollte. Allerdings kauft nicht jedem sozialen Netzwerk diese Argumentation ab. Denn die chinesische Plattform wäre im Zweifelsfall auch verpflichtet, jegliche Nutzerdaten an die chinesische Regierung abzuführen. So könnte man mutmaßen, dass sich TikTok vielleicht eher dahingehend alle Optionen offenhalten will.

TikTok gibt an, die Sicherheit von Jugendlichen zu fokussieren

Öffentlich erklärt TikTok jedenfalls, dass man besonders der Sicherheit von Jugendlichen verpflichtet sei.  Um gegen Grooming oder Cybermobbing besser vorgehen zu können, wolle man sich also im Zweifelsfall leichter Einsicht in die Messages verschaffen können. Ist natürlich ein kontroverser Take, denn umgekehrt könnte man dagegenhalten, dass auch Jugendliche ein Recht auf Datenschutz und Privatsphäre haben – was erst mit E2EE garantiert wird.

Laut TikTok verschlüssele man seine Nachrichten und die Direct Messages seien vor Fremdzugriff geschützt. Zudem könnten nur autorisierte Mitarbeiter in speziellen Fällen in die Nachrichten blicken – etwa bei Nutzermeldungen oder Anfragen von Ermittlungsbehörden.

Was ihr da glauben mögt, bleibt euch überlassen. Als Denkanstoß: In China ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung weitgehend verboten. Der Grund ist mutmaßlich eher nicht in erster Linie der Schutz von Jugendlichen.

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