Die EU-Kommission hat den Aktionsplan von Temu akzeptiert. Der Online-Marktplatz will damit den Vorgaben des Digital Services Act (DSA) nachkommen und den Verkauf illegaler Produkte auf der Plattform eindämmen. Der Plan umfasst fünf Kernmaßnahmen, um die zuvor festgestellten Verstöße gegen das EU-Gesetz abzustellen.
Vorausgegangen war ein Beschluss der Kommission aus dem Mai 2026. Damals wurde festgestellt, dass Temu seinen Pflichten zur Risikobewertung nicht nachgekommen war, was zu einer Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Euro führte. Daraufhin reichte das Unternehmen den entsprechenden Maßnahmenplan ein.
Fünf Maßnahmen gegen illegale Angebote
Temu verpflichtet sich unter anderem dazu, eine plattformspezifische Risikoanalyse durchzuführen. Über verlässliche Messwerte soll künftig geprüft werden, wie effektiv die Schutzmaßnahmen die Verbreitung rechtswidriger Inhalte tatsächlich reduzieren.
Zudem will die Plattform die Grenzen der eigenen Inhaltsmoderation prüfen und analysieren, ob und inwiefern die Empfehlungssysteme dazu beitragen, dass illegale Waren zusätzliche Reichweite erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf gezielten Manipulationen durch Verkäufer, die Funktionen des Marktplatzes ausnutzen, um potenziell illegale Angebote zu streuen.
Frist für Zwischenbewertung bis Ende November 2026
Temu hat nun vier Monate Zeit, um eine vorläufige Risikobewertung für einen Sechsmonatszeitraum bis zum 30. November 2026 vorzulegen. Damit will die Kommission nachprüfen, ob die zugesagten Schritte auch wie vereinbart greifen.
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1 week ago
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