
Die Deutsche Telekom schnallt sich Starlink aufs Dach und bietet den Satellitenzugang jetzt als Business-Produkt an. Das Ganze hört auf den Namen „Satellite Internet Access by Starlink“, kurz SIA, und richtet sich an Großkunden und den öffentlichen Sektor, nicht an den kleinen Handwerksbetrieb von nebenan.
Gedacht ist SIA vor allem als Backup oder Brückenlösung. Wenn Glasfaser noch nicht liegt oder Mobilfunk an der Adresse eher mau ist, soll die Satellitenanbindung einspringen. Fällt die Hauptleitung aus, übernimmt SIA automatisch und hält geschäftskritische Anwendungen wie Kasse, Logistik oder Steuerung von Anlagen am Laufen. Typische Szenarien sind große Baustellen, abgelegene Standorte oder auch Infrastruktur, die im Krisenfall erreichbar bleiben muss.
Der Unterschied zum klassischen Starlink-Setup besteht darin, dass die Telekom das als managed Service verkauft. Der Konzern kümmert sich um Planung, Montage der Starlink-Antennen, Netzanbindung, Betrieb und Support, die Rechnung läuft über die Telekom. Unternehmen müssen sich nicht selbst mit Hardwarebestellung, Dachmontage, Konfiguration oder Fehleranalyse befassen, sondern haben einen zentralen Ansprechpartner. Für Business-Kunden verspricht die Telekom priorisierte Kapazitäten, damit die Bandbreite auch bei höherer Netzauslastung stabil bleibt.
Technisch greift SIA auf das Satellitennetz von SpaceX zurück, das laut Telekom bereits mehr als 10.000 Satelliten nutzt. Die Anbindung erfolgt über Phased-Array-Antennen mit elektronischer Ausrichtung, das reduziert bewegliche Teile und damit den Wartungsbedarf. Kommuniziert wird über eine öffentliche, dynamische IP-Adresse, es stehen unterschiedliche Datenpakete von 50 GB bis 10 TB zur Auswahl. Genannt werden bis zu 400 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload, die Werte hängen wie üblich von der Auslastung ab. Die Latenz liegt laut Angaben im Bereich von 20 bis 60 ms, für viele Geschäftsanwendungen reicht das.
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