
Die Telekom hat Einblicke in ihre Netzplanung für das Jahr 2026 und darüber hinaus gewährt. Dabei wird deutlich, dass der Konzern Geld in die Hand nimmt, um die Infrastruktur auszubauen. In den kommenden drei Jahren sollen zusätzlich zu den bestehenden Budgets weitere 800 Millionen Euro in den Glasfaserausbau fließen. Das Gesamtziel ist ambitioniert: Bis 2030 will man insgesamt 30 Milliarden Euro investiert haben.
Für das laufende Jahr 2026 steht der Plan, zweieinhalb Millionen neuen Haushalten und Unternehmen die Buchung eines Glasfaseranschlusses zu ermöglichen. Der Fokus verschiebt sich dabei, so die Telekom. Es geht nicht mehr nur darum, die Leitungen in die Straße zu legen – das sogenannte „Homes Passed“ – sondern das Kabel tatsächlich bis ins Wohnzimmer zu bringen und den Anschluss zu aktivieren. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Telekom 584.000 neue Glasfaser-Kunden, ein Zuwachs von fast einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Für 2027 peilt man dann eine Million neue Kunden pro Jahr an.
Um die Hürden bei der Installation im Haus zu senken, setzt die Technik auf einfachere Methoden. Statt des Spleißens von Fasern sollen Steckverbindungen und Klebekabel die Verlegung in den Wohnungen beschleunigen und günstiger machen. Auch beim Vertrieb geht man neue Wege: Festangestellte Mitarbeiter aus den regionalen Teams sollen als „Telekom Shop vor Ort“ direkt an der Haustür beraten. Das dürfte ein Versuch sein, mehr Vertrauen zu schaffen, als es reine externe Vertriebstrupps oft können.
Beim Mobilfunk liegt der Schwerpunkt auf der Flächendeckung. Während 99 Prozent der Bevölkerung bereits mit 5G versorgt sind, soll nun die weiße Landkarte weiter schrumpfen. Aktuell liegt die 5G-Flächenversorgung bei knapp 90 Prozent. In den nächsten vier Jahren sollen 16.000 Quadratkilometer hinzukommen, was in etwa der Größe Schleswig-Holsteins entspricht.
Technisch setzt die Telekom dabei vermehrt auf Open RAN, um unabhängiger von einzelnen Ausrüstern zu sein. Mittlerweile sind 3.000 solcher Antennen an über 1.000 Standorten im Netz aktiv. Gesteuert wird das Netz zunehmend durch künstliche Intelligenz. Ein eigener „RAN Guardian Agent“ überwacht die Auslastung der Funkzellen und soll bei Events oder Störungen autonom gegensteuern. Das System hat laut Telekom im Jahr 2026 bereits 240.000 Ereignisse klassifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
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1 month ago
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