Telekom integriert KI-Assistenten direkt ins Telefonat

1 week ago 4

Telefon, Farben wurden KI-degeneriert

Telefonieren an sich hat sich in den letzten Jahren kaum verändert, doch die Deutsche Telekom möchte das nun ändern. Auf dem kommenden Mobile World Congress in Barcelona zeigt das Unternehmen eine Neuerung, die einen KI-Assistenten direkt in das Mobilfunknetz verlagert. Die Idee dahinter ist technisch durchaus interessant, denn während eines laufenden Gesprächs lässt sich über den Sprachbefehl Hey Magenta ein digitaler Helfer hinzuschalten. Was soll schon schiefgehen? Die Telekom betont, dass der Assistent nicht permanent mithört oder Gespräche aufzeichnet. Die KI wird ausschließlich durch das Schlüsselwort aktiv und klinkt sich erst dann in die Leitung ein.

In ersten Demonstrationen suchten Mitarbeiter beispielsweise nach einem Restaurant in der Nähe. Die KI klinkt sich daraufhin in die Leitung ein, liefert Vorschläge basierend auf Bewertungen und verabschiedet sich danach wieder, damit das eigentliche Telefonat weitergehen kann. Geplant sind neben Restauranttipps auch komplexere Dinge wie das Eintragen von Terminen in den Kalender oder eine Live-Übersetzung, was besonders bei der Kommunikation über Sprachbarrieren hinweg helfen dürfte, so der Bericht der Frankfurter Allgemeine.

Da der Dienst direkt im Netz der Telekom läuft, ist keine spezielle App auf dem Endgerät notwendig. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass selbst einfache Tastenhandys ohne smartes Betriebssystem Zugriff auf diese Funktionen erhalten. Der Nutzer aktiviert den Dienst einmalig über eine App oder im Web, danach steht er zur Verfügung, sofern der Anruf aus dem Telekom-Netz gestartet wird. Dabei spielt es keine Rolle, bei welchem Anbieter der Gesprächspartner ist.

Die Funktion befindet sich im Aufbau, bei Tests wechselte die KI wohl gelegentlich noch ins Englische oder verstand den Kontext nicht ganz sauber. Die Telekom greift für die Umsetzung auf verschiedene Partner aus Europa und den USA zurück, nennt aber noch keine konkreten Namen. Ziel ist es, Sprachtelefonie wieder attraktiver zu machen, nachdem Apps und Textnachrichten lange Zeit dominierten.

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