Super Productivity: Version 19.3 bringt MCP-Schnittstelle, Plainspace-Anbindung und mehr
Über das quelloffene Werkzeug Super Productivity habe ich hier im Blog schon berichtet. Die Anwendung verbindet Aufgabenmanagement mit Zeiterfassung, Pomodoro-Timer und Anbindungen an Entwickler-Plattformen wie Jira, GitHub oder GitLab. Das Ganze klappt komplett ohne Registrierung, ohne Tracking und lässt sich lokal oder verschlüsselt synchronisiert betreiben. Mit den neuen Versionen 19.3 und dem direkt nachgeschobenen Bugfix-Release 19.3.1 haben die Entwickler eine ganze Reihe an Neuerungen und Detailverbesserungen nachgelegt.
Neuerungen beim Aufgaben- und Fokusmanagement
Bei den Notizen müsst ihr schon seit Version 19.2 nicht mehr zwischen Schreib- und Vorschaumodus wechseln, denn Notizen unterstützen direktes Live-Markdown. Wer viele Aufgaben auf einmal verwalten möchte, profitiert von der Mehrfachauswahl und Stapelaktionen. Ausgewählte Tasks lassen sich per Drag and Drop zwischen Abschnitten und Projekten verschieben, was auch im mobilen Planer funktioniert.
Neu in Version 19.3 ist die Möglichkeit, gelöschte Aufgaben aus dem Papierkorb wiederherzustellen oder Tasks als nicht zu erledigen (won't do) abzuhaken. Aufgaben lassen sich mit numerischen Prioritäten samt Icon-Presets versehen oder über Kurzbefehle wie p1, p2 und p3 definieren. Eingeklappte Unteraufgaben und archivierte Projekte in der Seitenleiste zeigen euch nun die Anzahl erledigter und offener Einträge an.
Den Fokusmodus könnt ihr mit einem Klick starten und die Lautstärke der Fokustöne separat regeln. Bei der Terminplanung lassen sich Deadlines direkt im Zeitplan einsehen, Kalenderfarben im Planer nutzen und Erinnerungen wahlweise einen Tag, drei Tage oder eine Woche im Voraus setzen.
Integrationen, KI-Anbindung und mobile Apps
Bei den Anbindungen tut sich ebenfalls einiges: Ihr könnt euch direkt aus der App heraus mit Plainspace verbinden, um Aufgaben mit anderen zu teilen oder zu übergeben. Dazu kommt die optionale Zwei-Wege-Synchronisation von Aufgaben via CalDAV.
Wer KI-Helfer nutzt, kann diese ab sofort über einen lokalen MCP-Endpunkt (Model Context Protocol) oder über das SuperSync-Backend samt ChatGPT OAuth anbinden, inklusive automatischer Erstellung von Wiederholungen und Zeitplänen. Über den integrierten Plugin-Katalog lassen sich Community-Erweiterungen wie der Auto Tag Manager oder SuperGile installieren. Die lokale REST-API wurde zudem um Notizen, Zähler und Zeiterfassungskorrekturen erweitert.
Auf Android-Geräten zeigen Widgets nun die aktuell getrackte Aufgabe an, während Launcher-Shortcuts den direkten Sprung zur Schnelleingabe, der Heute-Ansicht oder der Inbox erlauben.
Verbesserungen für SuperSync und Fehlerbehebungen
Wer das optionale Sync-Backend namens SuperSync selbst hosten möchte, findet offizielle ARM64- und AMD64-Container, versionierte Release-Images und konfigurierbare Bereiche für vertrauenswürdige Proxys. SuperSync befindet sich weiterhin im Beta-Status und setzt auf PostgreSQL, Caddy sowie SMTP.
Mit dem Mini-Update auf Version 19.3.1 wurden kleinere Kanten geglättet: Tabellen von Projektaufgaben lassen sich in der Tageszusammenfassung einklappen und vor dem Laden von Cloud-Daten wird nun gewarnt, falls dort vorherige lokale Uploads fehlen. Dazu wurden Hänger beim Beenden der Desktop-App über das System-Tray behoben.
Für die reine lokale Nutzung der Desktop- oder Web-App benötigt ihr nach wie vor weder einen Server noch ein Benutzerkonto. Die neue Version steht ab sofort über die bekannten Download-Kanäle bereit.
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1 week ago
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