Südkorea will mit staatlichen Beteiligungen von 4,7 Billionen Won (3,49 Milliarden US-Dollar) ein eigenes Frontier-Modell entwickeln lassen. Das Geld ist im Haushaltsentwurf für 2027 vorgesehen, wobei das Parlament noch zustimmen muss. Ein zweiter Förderbereich soll den Einsatz koreanischer Modelle in der Wirtschaft unterstützen. Die zwei Finalisten des laufenden Wettbewerbs zwischen LG AI Research, SK Telecom und Upstage erhalten demnach nicht automatisch weitere Förderung. Stattdessen startet ein offener Wettbewerb, an dem sich auch Start-ups beteiligen können. Mit den größten US-Firmen könne Korea nicht mithalten, mit führenden offenen Modellen aus China dagegen schon.
Zum Start des laufenden Wettbewerbs hatte die Regierung den fünf ausgewählten Unternehmen zusammen 530 Milliarden Won (etwa 390 Millionen US-Dollar) zugesagt, stockt die Förderung also etwa um das Neunfache auf. Google, Amazon, Microsoft und Meta planen allein für 2026 zusammen Investitionen von rund 725 Milliarden US-Dollar, vor allem in KI-Rechenzentren.
Die südkoreanische Industrie investiert bereits in mehr Rechenleistung. Samsung und SK hatten im Oktober 2025 mit OpenAI vereinbart, die KI-Infrastruktur im Land auszubauen. Im Juni kündigten Samsung, SK Hynix und die Regierung dann an, 590 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Chipproduktion zu stecken. Für KI-Dienste zahlen Koreaner bislang vor allem an ausländische Anbieter. Im Dezember 2025 mehr für Abos von ChatGPT und Co. aus als für Netflix.
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