SPD: Social-Media-Verbot für Kinder unter 14

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Die Debatte um die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche reißt nicht ab, und nun schaltet sich auch die SPD mit einem recht konkreten Forderungskatalog ein. Es geht im Kern darum, den Nachwuchs besser vor negativen Folgen von Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat zu schützen, da viele den digitalen Absprung nicht mehr allein schaffen.

Ein Punkt des Papiers, das unter anderem von Digitalpolitiker Johannes Schätzl, Armand Zorn sowie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterzeichnet wurde, ist die Altersverifikation. Der Zugang zu den Netzwerken soll für Kinder unter 16 Jahren künftig nur noch über die App EUDI-Wallet der Erziehungsberechtigten möglich sein. Dabei handelt es sich um eine digitale Brieftasche für Dokumente wie den Personalausweis, die ab Januar 2027 zur Verfügung stehen soll. Jugendliche ab 16 Jahren müssten sich dann über ihre eigene EUDI-Wallet anmelden.

Für Nutzer unter 16 soll zudem standardmäßig Schluss sein mit den personalisierten Empfehlungssystemen, die auf bisherigen Nutzungsdaten basieren. Wer diese Inhalte sehen möchte, muss sich aktiv dafür entscheiden, also ein klassisches Opt-in-Verfahren durchlaufen.

Die Unterzeichner des SPD-Papiers bevorzugen laut ARD eine Regelung auf europäischer Ebene im Rahmen des geplanten Digital Fairness Act, um Einheitlichkeit zu gewährleisten. Sollte sich bis Sommer 2026 allerdings keine EU-weite Einigung abzeichnen, behält man sich vor, nationale Alleingänge zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu starten.

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