Sonos Ace Ultra im Test: Im Ökosystem angekommen

1 month ago 15

 Im Ökosystem angekommen

Wer hier im Blog regelmäßig mitliest, weiß: Ich bin seit gefühlten Ewigkeiten im Sonos-Kosmos unterwegs. Ich kenne die Tücken, habe das viel diskutierte App-Debakel der Vergangenheit mitgemacht und teste natürlich trotzdem alles, was die Mannschaft auf den Markt bringt.

Mit dem Sonos Ace hatte das Unternehmen seinen ersten Kopfhörer ins Rennen geschickt. Der klang gut, war unterm Strich aber oft nur ein hochwertiger Bluetooth-Kopfhörer mit einer isolierten TV-Audio-Anbindung an die Arc-Soundbar.

Nun schiebt der Hersteller den Sonos Ace Ultra nach. Der verspricht genau das, was viele, inklusive mir, beim Vorgänger vermisst haben: eine echte, tiefe Integration in das restliche Sonos-Ökosystem. Was der neue Bolide leistet, wie er verarbeitet ist und für wen sich das Upgrade lohnt, habe ich mir im Alltag angeschaut. Besser gesagt: Angehört.

Aufbau, Design und Tragekomfort

Die Sonos Ace Ultra sind klassische Over-Ear-Kopfhörer. Rein optisch hat man das Rad nicht neu erfunden, was aber keineswegs verkehrt ist. Sonos nutzt weiterhin hochwertige Metallelemente und weiche Schaumstoff-Ohrpolster mit Kunstlederbezug. Die Polster halten nach wie vor magnetisch und lassen sich abnehmen, bestehen nun aber aus einem neuen Rebound Foam, der sich noch ein Stück besser an die jeweilige Kopfform anpasst.Zählpixel

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Auf der Waage stehen jetzt 322 Gramm statt der bisherigen 312 Gramm. Auf dem Kopf macht sich dieser minimale Unterschied in der Praxis nicht bemerkbar. Ganz geil auch für Brillenträger: Sitzt alles super und bequem - und gefühlt geht weder ANC-Leistung noch Bumms verloren.

Die Verarbeitung ist wertig und gelungen, auch wenn man sich bei einer UVP von 449 Euro (was immerhin etwas günstiger ist als der Startpreis des ersten Ace) berechtigterweise fragt, wo die Kosten entstehen. Letztlich reden wir hier über Technik, Kunststoff und Metallbügel. Dennoch sitzen die Hörer auch nach vielen Stunden angenehm leicht auf dem Kopf.

Die Ohrmuscheln zeigen sich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, solange man nicht mit Fettfingern daran hantiert. Scharniere und Gelenke sitzen komplett verborgen im Gehäuse, womit ein Einklemmen von Haaren eigentlich ausgeschlossen ist. Konnte ich nicht testen, weil....ihr wisst es....ich habe eine ausgefallene Frisur.

Farblich gibt es neben Schwarz und Weiß nun auch Sand und ein tiefes Blau-Grün namens Agave. Ein dicker Pluspunkt für die Nachhaltigkeit: Der Akku lässt sich beim Ace Ultra austauschen.

Physische Steuerung: Ein echter Gewinn

Ich bin bekanntermaßen ein Freund echter Tasten. Gestensteuerungen per Wischgeste auf der Ohrmuschel sind im Alltag oft unpräzise. Sonos bleibt glücklicherweise bei physischen Bedienelementen.

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An der rechten Hörmuschel sitzt der sogenannte Content-Key, eine Schiebetaste für Lautstärke, Songwechsel, Anrufe sowie das Umschalten zwischen ANC und dem Aware-Transparenzmodus. Links finden sich der Einschalter und die Taste zur Gerätekopplung. Über den Content-Key lässt sich nun auch direkt der Ton aus dem gesamten Sonos-System abgreifen.

Klang, App und adaptives ANC

Unter der Haube werkelt ein neu entwickelter 40-mm-Treiber. Über Bluetooth 5.4 und Qualcomm Snapdragon Sound können kompatible Geräte Musik via aptX Lossless verlustfrei drahtlos übertragen. Alternativ lässt sich das beiliegende USB-C-Kabel nutzen. Während der Vorgänger bei meinen 80er-Jahre-Playlists im Auslieferungszustand noch etwas dünn im Bassbereich wirkte und man per EQ nachhelfen musste, hat Sonos beim Ace Ultra spürbar nachgelegt.

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Der Klang ist gefühlt satter, der Bass besitzt mehr Punch, ohne Mitten oder Höhen zu überlagern. In der zukünftigen Sonos-App steht neben dem Standard-Equalizer nun auch ein Advanced-Modus bereit, der bis zu acht Kanäle für die Feinabstimmung bietet.

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung hat Sonos ebenfalls massiv nachgebessert. Zehn statt bisher acht Mikrofone sind an Bord, und der Hersteller verspricht eine Verdopplung der Dämpfungsleistung.

In der Praxis liefert das adaptive System ein starkes Ergebnis ab: Es gleicht in Echtzeit aus, wenn die Polster nicht komplett dicht aufliegen. Das hilft den oben erwähnten Brillenträgern und Menschen mit Ohrringen, da Umgebungsgeräusche durch kleine Lücken nicht mehr durchdringen. Der Aware-Modus arbeitet ebenso sauber, wenn man im Büro kurz ein Gespräch annehmen möchte.

Ausdauer und Akkulaufzeit

Mit aktiviertem ANC oder Aware-Modus hält der 1.060-mAh-Akku laut Datenblatt bis zu 35 Stunden durch, während das Vormodell bei 30 Stunden lag. Im Alltag reicht das locker für eine Arbeitswoche. Okay, nicht in meinem Job, aber in vielen.

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Geladen wird zeitgemäß über USB-C, wobei eine dreiminütige Schnellladung Strom für rund drei Stunden Musik liefert. Ein neuer Energiesparmodus in der App kann die Gesamtlaufzeit bei Bedarf um bis zu 30 Prozent strecken. Eine automatische Trageerkennung ist integriert und stoppt die Wiedergabe zuverlässig beim Abnehmen.

Headphone Engine 2: Volle Einbindung ins WLAN-Setup

Der wichtigste Kaufgrund für das Upgrade ist das Zusammenspiel mit dem Ökosystem. Der bisherige Ace war im Kern ein Bluetooth-Kopfhörer, der zwar den TV-Ton von der hauseigenen Soundbar übernehmen konnte, ansonsten aber nicht als eigener Raum im Heimnetzwerk existierte. Das ändert sich grundlegend. Der Sonos Ace Ultra kommt mit der sogenannten Headphone Engine 2. Das bedeutet: Der Kopfhörer klinkt sich via WLAN direkt in das bestehende Sonos-System ein.

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Läuft gerade Musik über einen Era 100 in der Küche oder den Move 2 auf dem Balkon, genügt ein Druck auf den Content-Key am Kopfhörer. Der Ace Ultra übernimmt den Audiostream nahtlos, während der jeweilige Lautsprecher stummschaltet. Das System erkennt über ein internes Netzwerk automatisch, welche Speaker sich in der Nähe befinden. Beim Abgreifen des TV-Tons von einer kompatiblen Soundbar nutzt der Hörer die TrueCinema-Technologie, um die Raumakustik des Wohnzimmers virtuell nachzubilden. Und wenn ihr wieder auf den Lautsprecher switchen wollt, dann drückt ihr den Content-Key erneut, das bimmelt dann immer kurz, dann wird umgeschaltet. Nett. Doch das ist noch nicht alles.

Alternativ lässt sich der Kopfhörer über das Headphone Linking in der Sonos-App direkt anwählen und mit Inhalten aus den hinterlegten Streamingdiensten, der lokalen Musikbibliothek oder von Line-In-Eingängen (etwa dem Plattenspieler am Five oder Era) füttern, ganz ohne Bluetooth-Umweg über das Smartphone.

 Im Ökosystem angekommen

Ein paar Einschränkungen solltet ihr allerdings kennen. Headphone Linking ist ein Transfer und kein synchroner Multiroom-Betrieb. Zieht ihr die Musik von einer Box ab, die gerade Teil einer Gruppe war, wird diese Gruppe aufgelöst. Streams, die per AirPlay, Bluetooth oder Spotify Connect an einen Lautsprecher geschickt werden, lassen sich zudem nicht auf den Kopfhörer übertragen.

Auch klanglich gibt es Grenzen: Über die WLAN-Verbindung landet aktuell nur komprimiertes Stereo auf den Ohren, auf Hi-Res-Audio oder Spatial Audio müsst ihr im Linking-Modus verzichten. Zeitgleich kann zudem immer nur ein einziger Ace Ultra aktiv ins System eingeklinkt sein. Mindestens ein kompatibler Sonos-Lautsprecher muss im Heimnetz eingeschaltet bleiben, da er als technischer Anker dient.

Sonos Ace Ultra Noise Cancelling Wireless Kopfhörer - Schwarz

Sonos Ace Ultra Noise Cancelling Wireless Kopfhörer - Schwarz

  • Ein von Sonos entwickelter Treiber sorgt für tiefen Bass und klare Details ohne Verzerrungen. Mit...
  • Der Sonos Ace Ultra bietet bis zu 2-mal mehr Active Noise Cancellation als der Sonos Ace. Wechsle in den...
  • Bis zu 35 Stunden Hör- oder Sehzeit bei aktivierter Active Noise Cancellation. Noch mehr, wenn sie aus...

Fazit

Klanglich überzeugt der Sonos Ace Ultra auf ganzer Linie. Die neuen Treiber, das brillenfreundliche ANC, die höhere Akkulaufzeit und der wechselbare Akku (25 Euro) sind willkommene Verbesserungen. Ein Highlight ist die WLAN-Integration: Fast arbeitet der Kopfhörer wie ein vollwertiger Bestandteil des Sonos-Kosmos und nicht bloß wie ein angeflanschtes Zubehörteil.

 Im Ökosystem angekommen

Wer lediglich einen Hörer für unterwegs sucht, ist bei anderen Modellen weiterhin gut aufgehoben. Und wer vielleicht einen Apple TV benutzt, kann auch da auf andere Modelle schielen, die sich recht easy verbinden lassen. Wer jedoch tief im Sonos-Setup steckt und abends ohne störenden Lautsprecherpegel den Sound der heimischen Räume auf die Ohren holen will, bekommt mit dem Sonos Ace Ultra genau das Paket, das man sich schon zum Start der Kopfhörer-Sparte gewünscht hätte - und das auch endlich ansteuerbar direkt in der Sonos-App! Wobei: Wie viele brauchen das eigentlich, wenn man über das Smartphone den Hörer eh beschicken kann?

 Im Ökosystem angekommen

Die eigentliche Musikwiedergabe läuft bei vielen ganz klassisch über Bluetooth. Das bedeutet: Man öffnet auf einem iPhone oder dem Android-Smartphone einfach eine bevorzugte Musik-App (z. B. Apple Music) und startet die Wiedergabe dort direkt auf den Kopfhörern.

Unterm Strich ist der Sonos Ace Ultra aber genau das Gerät geworden, das der Vorgänger hätte sein sollen.

Sonos Ace Ultra: Ein paar Details zum Headphone Linking Sonos spendiert dem kommenden Ace Ultra zum Verkaufsstart am 29. September bekanntlich eine neue... Jetzt lesen →

Bestseller Nr. 1

Sonos Ace Ultra Noise Cancelling Wireless Kopfhörer - Schwarz

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  • Bis zu 35 Stunden Hör- oder Sehzeit bei aktivierter Active Noise Cancellation. Noch mehr, wenn sie aus...

Bestseller Nr. 2

Sonos Ace Ultra Noise Cancelling Wireless Kopfhörer - Weiß

Sonos Ace Ultra Noise Cancelling Wireless Kopfhörer - Weiß

  • Ein von Sonos entwickelter Treiber sorgt für tiefen Bass und klare Details ohne Verzerrungen. Mit...
  • Der Sonos Ace Ultra bietet bis zu 2-mal mehr Active Noise Cancellation als der Sonos Ace. Wechsle in den...
  • Bis zu 35 Stunden Hör- oder Sehzeit bei aktivierter Active Noise Cancellation. Noch mehr, wenn sie aus...
EigenschaftSpezifikation
Modell Sonos Ace Ultra
Bauart Over-Ear, geschlossen
Treiber 40 mm dynamischer Treiber (Neuentwicklung)
Konnektivität Bluetooth 5.4, WLAN (Headphone Engine 2), USB-C Audio
Codecs Qualcomm Snapdragon Sound mit aptX Lossless, AAC, SBC
Geräuschunterdrückung Adaptives Active Noise Cancelling (ANC), Aware-Modus (Transparenz)
Mikrofone 10 Mikrofone für ANC, Transparenz und Telefonie
Akkukapazität 1.060 mAh (austauschbar)
Akkulaufzeit Bis zu 35 Stunden (mit ANC/Aware), Schnellladung: 3 Minuten für 3 Stunden
Sensoren Trageerkennung (Auto-Pause/Play)
Besonderheiten Nahtlose WLAN-Audioübernahme, TrueCinema Raumakustik, Rebound Foam Polster, 8-Kanal Advanced EQ (Sonos 27 App)
Gewicht 322 Gramm
Farben Schwarz, Weiß, Sand, Agave
UVP 449 Euro
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