Smartphones 2026: Marktforscher warnen vor Preisexplosion

1 month ago 10

Mancher Leser wird schon bei der Überschrift die Stirn runzeln: Alles wird teuer, die alte Leier. Tatsächlich prophezeien die Marktforscher von Counterpoint Research für 2026, und wahrscheinlich darüber hinaus, Preissteigerungen bei Smartphones. Als Ursache sehen sie die aktuelle Speicherkrise an – keine Überraschung. Spielten RAM und Flash-Speicher bei mobilen Endgeräten in der Vergangenheit bei den Herstellungskosten eine eher zu vernachlässigende Rolle, so ändert sich das aktuell grundlegend.

Laut Counterpoint habe die Speicherkrise gerade im Bereich für Einstiegs-Smartphones enorme Auswirkungen. Vom 4. Quartal 2025 zum 1. Quartal 2026 seien allein wegen der gestiegenen Speicherpreise die Gesamtmaterialkosten von Smartphones um 20 % angestiegen. Um ihre Margen zu halten, vereinfachen die Hersteller teilweise ihr Line-up oder specken die RAM-Ausstattung ab. Dennoch sind Preiserhöhungen im direkten Vergleich mit 2025 unvermeidlich, so die Analysten.

Zuletzt sind die mobilen DRAM-Preise von einem Quartal auf das nächste um 50 % geklettert. Währenddessen haben sich die Preise für NAND-Flash um 90 % erhöht, wenn man das 4. Quartal 2025 mit dem 1. Quartal 2026 vergleicht. Dazu ist aber zu sagen, dass die RAM-Preise vorher schon deutlicher angezogen haben. Counterpoint rechnet vor, dass bei den aktuellen Speicherpreisen etwa bei einem Smartphone mit 6 GByte LPDDR4X-RAM und 128 GByte eMMC-Speicherplatz diese beiden Komponenten bei typischen Einstiegsmodellen satte 43 % der Materialkosten ausmachen könnten.

Auch wenn sich die Speicherkrise im Einstiegssegment prozentual gesehen besonders stark auswirkt, sind auch Premium-Smartphones betroffen. Da rechnet man vor allem mit spürbarem Preisdruck ab dem 2. Quartal 2026. Zumal auch die aktuellen Flaggschiff-SoCs aus dem 2-nm-Verfahren die Herstellungskosten nach oben treiben.

Am Ende bleibt den Herstellern nichts übrig, als unterschiedliche Downgrades vorzunehmen, um die Preise vertretbar zu halten und die anvisierten Auslieferungsmengen im Low-End-Bereich abzusenken. Allerdings werden die Anbieter nicht umhinkommen, einen Teil der gestiegenen Kosten auch an die Kunden weiterzugeben.

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