Roblox führt Alterskonten für Kids ein: mehr Kontrolle, weniger Chaos

1 week ago 7

Roblox schraubt an den Sicherheitseinstellungen. Für Nutzer unter 16 Jahren kommen zwei neue Alterskonten, dazu mehr Filter und erweiterte Elternfunktionen. Ziel ist, Inhalte, Kommunikation und Freigaben stärker ans Alter zu koppeln, ohne alles komplett zuzunageln.

Roblox Kids für 5- bis 8-Jährige und Roblox Select für 9- bis 15-Jährige. Die Einstufung läuft über das globale Altersprüfverfahren von Roblox oder über einen verifizierten Eltern-Account. Wer einmal korrekt eingestuft ist, landet automatisch in einem passenden Katalog mit Spielen, die Roblox vorher geprüft hat. Nutzer ab 16 mit abgeschlossener Altersprüfung bleiben beim bisherigen Standardkonto, für die ändert sich laut Roblox nichts.

Roblox Kids ist die engste Variante. Der Zugriff beschränkt sich auf Spiele mit den Reife-Labels Minimal oder Mild, die zusätzlich durch einen gesonderten Auswahlprozess gelaufen sind. Die Spieleliste wird laufend aktualisiert, komplett offen ist der Marktplatz für diese Gruppe also nicht. Kommunikation ist in dieser Stufe pauschal aus. In der App ist das Konto optisch erkennbar, damit direkt sichtbar ist, in welchem Modus man unterwegs ist.

Roblox Select deckt die Gruppe 9 bis 15 ab. Hier sind Spiele mit den Labels bis einschließlich Moderate drin, ebenfalls nur nach zusätzlicher Auswahl. Die Standardeinstellungen für Chat und Co. bleiben in dieser Altersstufe laut Roblox unverändert, es geht eher um die Spielauswahl als um hart zugedrehte Kommunikationskanäle. Auch diese Konten bekommen ein eigenes visuelles Kennzeichen in der Oberfläche.

Die Konten wandern automatisch mit: Wer 9 wird, rutscht von Roblox Kids nach Roblox Select, mit 16 dann ins normale Roblox-Konto. Wer noch keine Altersprüfung durchlaufen hat, hängt automatisch in einer Art Safe-Mode: Zugriff nur auf Minimal-/Mild-Inhalte, Kommunikation vollständig dicht. Sobald die Altersprüfung durch ist, schaltet Roblox ins passende Alterskonto um.

Später im Jahr will Roblox noch einen Schritt weiter gehen und beim Ratingsystem auf den internationalen IARC-Rahmen wechseln. Darüber greifen dann bekannte Systeme wie ESRB in den USA und PEGI in Europa und Großbritannien. Für Familien ist damit auf einen Blick klarer, welche Altersfreigabe ein Spiel laut regionaler Einstufung hat, Roblox bindet sich damit stärker an die üblichen Standards und lokale Vorgaben.

Parallel dazu werden die Elternfunktionen ausgebaut. Eltern können schon länger Inhaltsratings, Chat-Einstellungen, Bildschirmzeit und Ausgaben steuern und sehen, in welchen Spielen sich das Kind aufhält und mit wem es befreundet ist. Neu ist, dass einige dieser Regler nun länger erhalten bleiben: Einzelne Spiele lassen sich gezielt bis einschließlich 15 Jahre blocken, Direktnachrichten lassen sich bis dahin zentral verwalten. Dazu kommt eine neue Freigabelogik auf Spielebene: Eltern können einzelne Games explizit erlauben, auch wenn diese eigentlich nicht in den Standardumfang des jeweiligen Kontotyps fallen. Damit lässt sich das eher grobe Altersmodell feiner nachjustieren, ohne alles komplett zu öffnen.

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