Ring Verify: Kamerahersteller führt Kennzeichnung für authentische Videos ein

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Heutzutage ist es selbst für Laien ein Kinderspiel, Videos zu manipulieren. Künstliche Intelligenz macht es möglich. Das kann in vielen Bereichen problematisch sein, etwa bei Aufnahmen von Überwachungskameras. Deswegen hat der Hersteller Ring eine neue Verifizierungsfunktion eingeführt. Ring Verify soll euch garantieren, dass ein Video, das jemand mit euch geteilt hat, nicht manipuliert worden ist.

Teilt also etwa ein Nachbar mit euch ein Video seiner Ring-Kamera, um euch auf etwas aufmerksam zu machen, dann sollt ihr dank Ring Verify sicher sein, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Deswegen sichert Ring jetzt alle heruntergeladenen Videos mit einem digitalen Sicherheitsmerkmal ab. Genauere technische Details verrät der Hersteller nicht, da man es wohl Dritten nicht zu einfach machen will, die Technik direkt wieder auszuhebeln. Jedenfalls soll dadurch erkannt werden, ob sich jemand an dem Video zu schaffen gemacht hat. Das greift selbst dann, wenn z. B. nur ein paar Sekunden herausgeschnitten worden sind. Das digitale „Siegel“ gilt auch als gebrochen, wenn jemand z. B. die Helligkeit verstellt, geschweige denn im größeren Stil an einem Clip herumfuhrwerkt.

Ihr selbst könnt auf der Website https://ring.com/pages/verify prüfen, ob ein an euch gesendetes Video einer Ring-Kamera unverändertes Material enthält. Ring Verify ist mit allen Aufnahmen von Ring-Kameras kompatibel, egal welches Modell ihr nutzt. Ihr müsst nichts weiter einrichten. Laut dem Hersteller habe man bereits seit Dezember 2025 im Hintergrund alle heruntergeladenen Videos mit den entsprechenden Sicherheitsmerkmalen versehen.

Wichtig: Checkt ihr Videos, die vor Dezember 2025 heruntergeladen worden sind, werden diese automatisch als „nicht verifiziert“ erkannt. Das heißt aber nicht, dass sie manipuliert worden sind. Sie sind nur zu alt, um bereits die notwendigen Sicherheitsmerkmale zu tragen. Auch Videos, die z. B. erst bei Sharing-Seiten gelandet sind, können grundsätzlich nicht mehr verifiziert werden, da sie dort zusätzlich komprimiert werden. Im Idealfall habt ihr das zu überprüfende Video von jemandem erhalten, der es direkt über einen Link aus der Ring-App mit euch geteilt hat.

Auch zu beachten: Ring Verify kann zwar bestätigen, dass ein mit einer Überwachungskamera des Herstellers aufgenommenes Video nicht manipuliert worden ist. Wird eine Veränderung erkannt, dann kann man euch aber nicht darüber aufklären, was genau verändert wurde. Hat also alles seine Grenzen.

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