
Ab Mai startet am Flughafen Düsseldorf ein Pilotprojekt, das für den öffentlichen Nahverkehr durchaus interessant werden könnte. Rheinmetall, die MIRA GmbH und die Rheinbahn wollen dort teleoperierte Shuttles im regulären Straßenverkehr testen. Die Strecke führt vom Flughafen-Bahnhof und EUREF-Campus zum Terminal und wieder zurück, komplett auf öffentlichen Straßen.
Das Konzept dahinter ist relativ simpel: Die Fahrzeuge werden aus einem Leitstand ferngesteuert, ein Fahrer sitzt nicht mehr im Shuttle selbst. Während der Testphase ist allerdings noch ein Safety Driver mit an Bord, der im Notfall eingreifen kann. Die Idee ist, solche On-Demand-Shuttles irgendwann flexibel und wirtschaftlich im Stadtverkehr einzusetzen, ohne dass für jedes Fahrzeug ein Fahrer gebraucht wird.
Die Rheinbahn hat da ziemlich konkrete Probleme im Blick. Annette Grabbe, Vorständin des Verkehrsunternehmens, spricht offen aus, worum es geht: Der ÖPNV kämpft mit Personalmangel und knappen Kassen. Wenn man die Verlässlichkeit des Nahverkehrs aufrechterhalten will, muss man sich neue Technologien anschauen. Grabbe macht aber auch klar, dass es nicht um Technik-Spielerei geht, sondern um handfeste Vorteile. Die Rheinbahn will nach dem Test mit echten Daten entscheiden, ob Teleoperation dauerhaft Sinn ergibt.
Während des Pilotbetriebs wird die Rheinbahn verschiedene Aspekte unter die Lupe nehmen: Wie sicher läuft das System? Wie gut lässt es sich in bestehende Strukturen integrieren? Wie reagieren die Fahrgäste darauf? Und rechnet sich das Ganze überhaupt? Die Erkenntnisse könnten später nicht nur für den ÖPNV relevant sein, sondern auch für Logistik oder Landwirtschaft.
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3 weeks ago
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