
Wer hat nicht schon mal vor einem kaputten Gerät gestanden und sich gefragt, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt? Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass genau das für viele Menschen in Deutschland ein echtes Problem ist. 80 Prozent derjenigen, die ein defektes Elektrogerät gerne weiter genutzt hätten, gaben demnach an, dass ihnen die Reparatur zu teuer war. Dazu kommt: Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 52 Prozent, konnten ein Gerät schon einmal nicht reparieren lassen, weil schlicht die passenden Ersatzteile fehlten.
Keo Sasha Rigorth vom Team Mobilität und Ressourcenschutz des vzbv bringt es auf den Punkt: Bei steigenden Lebenshaltungskosten sei es nicht nachvollziehbar, dass Reparaturen immer noch so umständlich und kostspielig seien. Statt ein Gerät wegzuwerfen und neu zu kaufen, sollte die Reparatur eine echte Alternative sein, die sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel schont.
Bis Juli 2026 muss die Bundesregierung die europäische Richtlinie zum Recht auf Reparatur in deutsches Recht umsetzen. Der vzbv fordert dabei klare Vorgaben: Hersteller sollten verpflichtet werden, Ersatzteile schnell und zu angemessenen Preisen bereitzustellen. Nur so wird Reparieren für Verbraucherinnen und Verbraucher auch wirklich praktikabel.
Die forsa-Befragung wurde Ende Oktober und Anfang November 2025 durchgeführt. Befragt wurden 1.000 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren, darunter 604, die ein defektes Gerät gerne weitergenutzt hätten, es aber nicht reparieren lassen konnten. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei maximal drei Prozentpunkten.
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2 weeks ago
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