Razer Viper V4 Pro und Gigantus V2 Pro im Test

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Razer hat Ende März 2026 seine neue Gaming-Maus Viper V4 Pro vorgestellt. Passend dazu hat man auch die Mauspads der Reihe Gigantus V2 Pro auf den Markt gebracht. Da ich schon das Vorgängermodell für euch ausprobieren konnte, habe ich mir auch den neuen Nager für E-Sportler einmal für euch angeschaut. Lohnt sich hier ein Upgrade?

Die Razer Viper V4 Pro verzichtet zugunsten eines möglichst geringen Gewichts auf eine RGB-Beleuchtung, was mir persönlich nur recht ist. Ich brauche beim Zocken keine Lichtshow, die mich ablenkt, und deaktiviere derlei Spielereien immer sofort. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell steigert die neue Gaming-Maus die Sensorauflösung von 35.000 auf 50.000 DPI und senkt zugleich das Gewicht um 5 g. Obendrein hat Razer die Tracking-Geschwindigkeit von 750 auf 930 IPS und die maximale Beschleunigung von 70 auf 90 G erhöht.

Kategorie Spezifikation
Formfaktor Symmetrisch, für Rechtshänder optimiert (Claw- & Fingertip-Grip)
Gewicht 49 g (Black Edition), 50 g (White Edition)
Sensor Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen 3
Max. DPI 50.000 DPI
Tracking-Geschwindigkeit 930 IPS
Max. Beschleunigung 90 G
Polling-Rate (kabellos) 8.000 Hz (mit HyperSpeed Wireless Gen 2)
Bewegungslatenz 0,36 ms
Klicklatenz 0,33 ms (mechanische Seitentasten)
Switches Optische Razer-Switches (Lebensdauer: 100 Mio. Klicks)
Scrollrad Optisches Esports-Scrollrad (taktiles Feedback, präzises Tracking)
Tasten 6 programmierbare Tasten
Oberfläche Smooth-Touch-Beschichtung (griffig, weich)
Kabellose Technologie Razer HyperSpeed Wireless Gen 2
Dongle Halbkuppelförmiges Design, höhere Antenne, LED-Statusanzeigen
Akkulaufzeit Bis zu 180 Stunden
Onboard-Speicher 1 Profil (speichert DPI, Tastenbelegung, Performance-Settings)
DPI-Feinjustierung DPI-Schritte einzeln einstellbar; Lift-off/Landing-Distance in 26 Stufen
Software Razer Synapse + Synapse Web
Unterseitentaste Power (3 s halten) + DPI-Schalter (kurz drücken)
Standard-DPI-Stufen 400 / 800 / 1600 / 3200 / 6400
Kompatibilität PC (Windows), kabellos über Dongle
Besondere Features Getrennte Seitentasten, Smooth-Touch-Finish, schnelle Onboard-Anpassungen
Preis 179,99 Euro

Die Preisempfehlung bleibt mit 179,99 Euro identisch. Allerdings findet ihr die Razer Viper V3 Pro im Handel aktuell auch schon für um die 130 Euro, weil sie eben länger auf dem Markt ist. Geeignet ist die Viper V4 Pro, wie das Vorgängermodell, für Rechtshänder mit Claw- und Fingertip-Grip. Es kommt ein symmetrisches Design zum Einsatz. Beeindruckend ist die Verlängerung der Akkulaufzeit – von maximal 95 Stunden beim Vorgängermodell hin zu bis zu 180 Stunden bei der Viper V4 Pro. In beiden Fällen gilt dieser Wert für eine Polling-Rate von 1.000 Hz und nicht die maximal möglichen 8.000 Hz.

Ausstattung und Verarbeitung

Die Razer Viper V4 Pro nutzt ein verbessertes, optisches Scrollrad und einen anderen Dongle, als bei dem Vorgängermodell. So handelt es sich nicht um einen kleinen Stick, sondern mehr um einen Puck. Generell ähnelt die Verarbeitung in meinen Augen stark dem Vorgängermodell und selbst die Maße sind extrem ähnlich. Das geringere Gewicht merkt man im direkten Vergleich vielleicht als E-Sportler, für mich als regulären Player ist das aber im Alltag doch schwer zu erkennen. Wichtig zu wissen: Per Bluetooth könnt ihr die Gaming-Maus nicht verbinden, kabellos seid ihr auf 2,4 GHz und damit eben den Dongle angewiesen.

Für meinen Test hat mir die weiße Version der Gaming-Maus vorgelegen, die gut zu meinem Tower von be quiet! passt. Im Übrigen bewirbt Razer die Viper V4 Pro auch mit deutlich gesunkenen Latenzen, was aber auch ein Aspekt ist, der primär bei der E-Sports-Zielgruppe wirklich Relevanz hat. Selbiges gilt im Übrigen auch für die maximale Polling-Rate von 8.000 Hz. Die nutzt euch wirklich nur etwas, wenn ihr kompetitive Multiplayer-Titel zockt und zudem ein Display mit sehr hoher Bildwiederholrate, im Idealfall mindestens 240 Hz, einsetzt.

Warum nicht einfach dennoch auf 8K gehen? Haben ist ja besser als Brauchen, oder? Nun ja, so einfach ist das nicht, denn bei maximaler Polling-Rate sinkt die Akkulaufzeit drastisch. Meine Empfehlung daher: Wenn ihr nicht exzessiv Multiplayer-Titel zockt, dann reichen 1.000 Hz als Polling-Rate locker aus. Die Switches der Razer Viper V4 Pro sind im Übrigen im Betrieb etwas lauter als die des Vorgängermodells, lösen dafür aber schneller aus.

Das optische Scrollrad arbeitet nicht nur sanfter als bei der Viper V3 Pro, es sollte auch weniger anfällig für Verschleiß sein. Genau das war bei den Vorgängermodellen wohl bei vielen Gamern ein Problem, wenn man sich mal so in Communitys umhört. Da kann ich aber aufgrund meiner kurzen Testphase natürlich noch kein Langzeiturteil abgeben.

Praxistest der Razer Viper V4 Pro

In Sachen Ergonomie empfinde ich die Razer Viper V3 Pro als dem Vorgängermodell extrem ähnlich. Die 5 Gramm Gewichtsunterschied haben sich in meinem Alltag nicht wirklich bemerkbar gemacht. Auch bei der Viper V4 Pro stört mich etwas die Höhe der seitlichen Tasten, die etwas zu hoch liegen, um sie jederzeit bequem zu erreichen. Als Begleit-App dient im Übrigen wieder Synapse 4. In der Software oder alternativ der funktional allerdings eingeschränkten Web-Oberfläche könnt ihr die Polling-Rate anpassen, die Tastenbelegung für euch einrichten, verschiedene Profile anlegen und mehr.

Dazu gibt es Zusatzfunktionen wie Smart Tracking. Dieses Feature sorgt dafür, dass auch bei unterschiedlichen Unterlagen eine konstante Lift-Off-Distanz gewährleistet bleibt. Motion-Sync wiederum soll dafür sorgen, dass die von der Maus gesendeten Signale zu den Abfrageintervallen eures Gaming-PCs stammen. So sollen sich sauberere Bewegungen ergeben. Viele der Optionen von Synapse 4 werden die Gamer allerdings überfordern, die nicht gerade im E-Sports-Profibereich unterwegs sind. Es handelt sich eher um Funktionen für den letzten Feinschliff.

Der hochempfindliche Sensor der Razer Viper V4 Pro, der Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3, ist auf dem Papier beeindruckend. Ich möchte aber mal denjenigen sehen, der mit der maximalen Empfindlichkeit von 50.000 DPI im Alltag zurechtkommt. Das galt vorher im Grunde auch schon für die 35.000 DPI des Vorgängermodells. Technisch ist dem Hersteller da also ein beeindruckender Sprung gelungen, in der Praxis werden die meisten Gamer davon aber nicht viel bemerken und ohnehin deutlich geringere DPI-Stufen verwenden.

So hat mir das Zocken von Spielen wie „Battlefield 6“, „Metro: Exodus“ oder „Crimson Desert“ mit der Razer Viper V4 Pro viel Spaß gemacht und die Präzision der Eingabe sowie die Reaktionsfreude der Maus sind erstklassig. Doch da auch ich kein E-Sportler bin, ist die Gaming-Maus für mich ein sehr dezentes Upgrade.

Das Gigantus V2 Pro

Razer hat mir im Zuge des Tests auch das Mauspad Gigantus V2 Pro in gleich zwei Varianten zukommen lassen: Control und Balance. Control ist auf eine hohe Reibung ausgelegt, damit ihr möglichst präzise, feine Anpassungen vornehmen könnt. Balance geht einen Mittelweg aus Kontrolle und Geschwindigkeit. Tatsächlich variiert das Gleitverhalten der Viper V4 Pro auf den beiden jeweils 500 x 480 x 4 mm großen Mauspads merklich. Sie kosten im Übrigen jeweils 59,99 Euro.

Nach dem Auspacken rochen die beiden Pads im Übrigen sehr chemisch, sodass sie erst einmal einen Tag auf dem Balkon verbringen durften. Tatsächlich hat sich die Verwendung der Mauspads dann aber beim Zocken stärker bemerkbar gemacht, als ich das vorab per se gedacht habe. Meistens zocke ich zwar privat mit einem Controller, auch am an den TV angeschlossenen Gaming-PC, aber mir hat speziell die Balance-Version des Gigantus V2 Pro wirklich gut gefallen.

Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass sich der Preis von 59,99 Euro nur für diejenigen unter euch lohnen wird, die sehr viel mit einer hochwertigen Gaming-Maus zocken und im – ihr ahnt es – kompetitiven Multiplayer unterwegs sind.

Mein Fazit zur Razer Viper V4 Pro und dem Gigantus V2 Pro

Die Razer Viper V4 Pro ist durch und durch eine gelungene Evolution der Viper V3 Pro. Doch die meisten Spec-Aufwertungen, wie der hochauflösendere Sensor, nutzen wirklich nur E-Sportlern etwas. Immerhin können alle anderen von der deutlich erhöhten Akkulaufzeit profitieren. Ergonomisch hat sich hingegen im Grunde nichts getan.

Das Mauspad Gigantus V2 Pro ist eine ideale Ergänzung, spielt aber ebenfalls vor allem dann seine Stärken aus, wenn ihr exzessiv kompetitive Multiplayer-Games zockt. Die Kombination mit der Razer Viper V4 Pro ist schon eine ziemliche Premium-Nummer, die hochpräzises Zocken erlaubt – allerdings auch ins Geld geht.

Aktuell kostet die Razer Viper V4 Pro fast 50 Euro mehr als das immer noch exzellente Vorgängermodell. Entsprechend würde ich erst zum Nachfolgemodell greifen, wenn sich der Preis etwas reduziert hat. Denn für die meisten Gamer werden die technischen Mehrwerte im Alltag den Aufpreis nicht wert sein. Für sich genommen liegt hier eine erstklassige Gaming-Maus vor, die für E-Sportler ihre Daseinsberechtigung hat.

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